Wenn jemand vor dir steht und dir sagt, dass ein Dämon auf deiner Schulter sitzt, dann steht auch einer vor dir. Der einzige Dämon ist der Verstand und ihn gilt es zu entlarven. Und alles, was dir Angst macht, ist der Verstand. Für den Verstand klingt das herausfordernd und furchtbar, aber wenn du den Verstand einmal durchschaut hast, kannst du es nicht mehr anders sehen. Selbst dann nicht, wenn du es gerne wolltest. Denn dann erkennst du, dass dieses Du nicht du bist. Dieses Du, das es gerne anders sehen würde, ist auch dein Verstand. Und das kannst du dann sehen und dieses Du ist nicht dein Verstand. Dieses Du ist der Teil, der hinter deinem Verstand immer schon existiert. Und wenn dich Menschen warnen wollen, ganz egal wovor und sei es ein Dämon, der auf der Schulter sitzen soll angeblich oder wo auch immer, dann musst du erkennen, dass gerade eine Dämon in Form eines Verstandes vor dir steht. Und tatsächlich geht es natürlich nicht um den, sondern es geht darum, ob dein Verstand darauf anspringt und ob du Angst bekommst. Denn Angst ist immer dämonisch. Und natürlich ist der Mensch, der vor dir steht, kein Dämon, sondern sein Verstand. Genau wie deiner. Es gibt nur einen Dämon, denn es gibt auch nur einen Verstand. Es ist der gleiche Verstand. Es ist auch die gleiche Angst. Es ist die Angst des Verstandes vor seiner Nichtexistenz. Und deshalb erzeugt er alles, was ihn in die Existenz bringt. Er kreiert alles, was ihm Macht gibt. Alles, wovor du Angst haben kannst, alles, worüber du dich aufregen kannst, alles, was seine Hilfe braucht. Angeblich. Es geht also mal wieder nicht darum, etwas außerhalb von dir zu erkennen. Es geht auch dabei darum, den Dämon in dir zu erkennen.