Intelligenz innerhalb eines vorgegebenen Systems ist nicht das gleiche wie Lebensintelligenz. Es gibt ja eine Menge Menschen, die ohne das System, in dem sie leben, zu verstehen, trotzdem herausfinden, wie sie es zu ihrem Vorteil nutzen. Und all jene, die bei diesem Versuch nicht depressiv werden, werden erfolgreich. Sie haben dabei aber weder etwas über das Leben gelernt, noch muss es ihnen bewusst sein, was sie da getan haben. Sie haben sich einfach nur angepasst. Das bedeutet nicht, dass sie verstanden haben, wie es funktioniert. Das sind zwei vollkommen verschiedene Kategorien. Es ist in etwa so, wie wenn du im Dschungel bist und dich mit der Machete durchschlagen musst. Und du findest heraus, wie du die Machete am besten benutzt zu deinem Vorteil und du findest vielleicht noch zwei, drei andere Tricks und Kniffe. Und wenn es ganz blöd läuft, bildest du dir ein, dass du jetzt den Dreh heraus hast und sitzt am Stammtisch und prahlst, während du vollkommen ahnungslos bist. Die andere Variante wäre, dass du mit einem Helikopter aus dem Dschungel herausgeflogen wirst und den Wald jetzt von oben siehst. Du bist jetzt eher der Beobachter und du könntest denen, die sich mit der Machete durch den Dschungel schlagen, jetzt helfen, aber die verstehen dich nicht, die können dich gar nicht hören. Du bist viel zu weit weg. Und du siehst, dass sie innerhalb des Systems intelligent sind oder versuchen intelligent zu sein. Sie sind aber nicht intelligent ohne System, außerhalb davon. Je länger sich Menschen mit der Machete durch den Dschungel schlagen, desto größer ist die Tendenz, zynisch zu werden und diesen Zynismus mit Lebenserfahrung zu verwechseln. Die meisten Menschen sind auf eine gewisse Art und Weise verbittert. Und diese Verbitterung versuchen sie aber gut zu verkaufen, damit es nicht depressiv wirkt, damit sie nicht zugeben müssen, dass sie tatsächlich nicht wissen, warum sie hier sind. Stell dir vor, du kommst unbewusst, ohne es zu wissen, ohne etwas davon zu wissen, in ein bestehendes System. Darüber wurden sogar dystopische Filme gedreht. Du hast keine Erinnerung an die Vergangenheit. Du weißt nicht, woher du kommst. Du siehst nur, wo du jetzt gerade bist. Wenn du in dieses bestehende System kommst, kannst du herausfinden, wie dieses System funktioniert. Dann kannst du dich entsprechend anpassen und dann läuft es — irgendwie zumindest. Es läuft, weil du herausgefunden hast, wie dieses System funktioniert. Allerdings nicht notwendigerweise bewusst. Du hast es nicht bewusst herausgefunden, sondern du hast einfach einen bestimmten Bereich untersucht und für dich Regeln, Tricks und Kniffe gefunden und die wendest du an. Dabei hinterfragst du das System aber nicht. Du willst nur innerhalb des Systems erfolgreich sein. Wenn dieses System aber oktroyiert ist, was du ja gar nicht weißt, weil du es nicht hinterfragst, dann fragst du dich nicht, ob es auch noch etwas außerhalb dieses Systems gibt. Und weil du es dich nicht fragst, fängst du auch nicht an zu forschen. Und weil du nicht forschst, findest du es nicht heraus. Wenn es aber außerhalb des Systems noch etwas gibt, dann geht es in deinem Leben um das, was es außerhalb des Systems gibt und nicht um das System, weil Systeme immer von anderen künstlich erschaffen wurden.