Gedanken sind eine unfassbare Energieverschwendung und die unbedeutendste Funktionsmöglichkeit deines Kopfes. Unsere Entscheidung, der unbedeutendsten Funktion unseres Kopfes so viel Raum zu geben, kommt durch Übung. Meistens durch erzwungene Übung beziehungsweise am Anfang durch erzwungene Übung. Dadurch gewöhnen wir uns daran und anschließend machen wir es automatisch. Wir verwenden unseren Kopf also auf eine ganz bestimmte Art und Weise nur durch Gewöhnung. Hätten wir uns nicht daran gewöhnt, würden wir ihn anders verwenden. Seltsamerweise denken die meisten Menschen, der Kopf sei nur zum Denken da, als wäre das die einzige vorhandene Funktion. Tatsächlich ist es nicht die einzige vorhandene Funktion. Aber es ist die einzige über lange Zeiträume trainierte Funktion. Und das, was du trainierst, wird stärker, bekommt mehr Bedeutung. Bis zu dem Punkt, an dem du dich gar nicht daran erinnern kannst, dass da noch andere Funktionen waren. Eine Funktion, die auch noch möglich ist, die die meisten aber vergessen haben, ist dein Kopf, dein Gehirn als Antenne, nicht als Gedankengenerator. Denn die Gedanken, die generiert werden, sind diejenigen, die du aufgrund von Wiederholung und auch aufgrund von Traumata kennst. Das sind die stressigen Gedanken, die Gedanken, die Druck erzeugen, die, die wenig hilfreich sind … und die ändern sich nicht. Die ändern sich vielleicht vom Inhalt teilweise und auch da meistens nur in Nuancen, aber sie ändern sich nicht von ihrer Bedeutung her. Diejenigen Gedanken, die förderlich sind, kommen nicht von dir, was nur bedeutet, sie kommen genau wie die anderen Gedanken auch nicht von dir, sondern sie werden dir gegeben. Du empfängst sie. Im Vergleich zu den weniger hilfreichen Gedanken hast du diese Gedanken aber nicht wiederholt und daraus ergibt sich, dass sie für dich keine Bedeutung haben. Die negativen Gedanken dafür aber umso mehr. Und eine weitere Möglichkeit, deinen Kopf zu verwenden, eine weitere Funktion deines Kopfes ist zum Beispiel die Verbindung zu deiner Seele. Und beide Funktionen musst du selbst entdecken. Es hat keinen Wert, wenn dir jemand erklärt, dass es die gibt, wenn du sie nicht kennst. Ein Zugang oder eine Möglichkeit des Zugangs ist es, die nicht hilfreichen, störenden Gedanken zu ignorieren, ihnen keine Aufmerksamkeit zu geben und sie zumindest nicht zu wiederholen. Eine andere Möglichkeit ist, diese Gedanken sehr bewusst wahrzunehmen und absichtlich das Gegenteil zu machen, ihnen nicht zu gehorchen. Du musst selbst herausfinden, was dein Weg ist, wie es für dich am besten funktioniert, wie du deinen Kopf wieder so verwenden kannst, dass es hilfreich ist für dich. Es gibt Menschen, die behaupten, es sei schwierig, das zu verändern, es sei schwierig, die Aufmerksamkeit bei sich zu haben und von den Gedanken abzuziehen. Tatsächlich ist es viel schwieriger, deine Aufmerksamkeit nicht bei dir zu haben und sie deinen Gedanken zu schenken und dich deinen Gedanken auszuliefern. Die Aufmerksamkeit von deinen Gedanken abzuziehen, kommt dir nur deshalb so schwer vor, weil du so viel Übung darin hast, deine Aufmerksamkeit auf deine Gedanken zu richten.