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    22.4.2022AQ 1610
    »Alles, was du dir selbst erlaubst, kannst du auch bei anderen akzeptieren.«
    0:007:49
    Alles, was du dir selbst erlaubst, kannst du auch bei anderen akzeptieren. Und umgekehrt: Alles, was du anderen verbietest, kannst du auch dir selbst nicht erlauben. Dadurch, dass wir versuchen, anderen zu verbieten, was wir selbst tun, oder auch uns selbst verbieten, was wir anderen erlauben, dadurch müssen wir uns von uns selbst abspalten. Wir müssen uns selbst belügen. Wir werden schizophren. Denn im Kern kannst du keinen Unterschied machen zwischen dir und den anderen. Wenn du ihn aber machst, musst du ihn künstlich konstruieren. Und genauso ist unsere Psyche aufgebaut. Wir versuchen uns zu unterscheiden und das geht nur künstlich. Das ist nicht echt. Davon sind wir nicht wirklich überzeugt. Aber wir tun so, als ob wir überzeugt wären. Deshalb ist ein Weg, eine Möglichkeit in die Harmonisierung dein Eingeständnis, dass du alles, was du anderen erlaubst, auch dir selbst erlauben musst und dass du von anderen nichts verlangen kannst, was du nicht auch von dir selbst verlangst. Und dabei geht es nicht darum, was richtig und falsch ist, sondern dabei geht es darum, dass du dich nicht unterscheidest — weder im Positiven noch im Negativen. Es geht darum, dass du erkennst: Sobald du einen Unterschied machst, entfernst du dich von dir selbst. Und solange du versuchst, künstlich einen Unterschied herzustellen zwischen dir und anderen, solange du dir selbst nicht das erlaubst, was du bei anderen vollkommen selbstverständlich akzeptierst oder umgekehrt, solange wirst du merken, dass etwas schiefläuft, ohne feststellen zu können, was das ist. Unsere Programmierung ist so schräg konzipiert, so seltsam angelegt, dass wir es oft gar nicht merken, dass wir diese Unterschiede, die wir zwischen uns und den anderen machen, was wir uns eingestehen, zugestehen, was wir anderen zugestehen, gar nicht merken. Wir kriegen es einfach nicht mit, dass wir große Unterschiede machen … in uns. Entweder stellen wir andere auf das Podest oder wir stellen uns auf das Podest oder wir ordnen uns unter oder wir ordnen andere uns unter. Wir schauen verächtlich auf uns und andere. Solange wir in der Programmierung sind, bringt es nichts, das zu verändern. Falls du zum Beispiel auf dich selbst herab schaust, bringt es nichts, dich auf ein Podest zu stellen. Es funktioniert einfach nicht: Denn das eine ist ein unbewusster Vorgang, das machst du dein Leben lang schon so: Und diesen unbewussten Vorgang versuchst du, mit einem bewussten Vorgang zu übermalen. Das kann nicht funktionieren und es funktioniert auch nicht. Dir muss als Allererstes bewusst werden, was du machst, wie du es machst, wie es in dir abläuft. Niemand kann dir das erklären, wie es in dir abläuft. Das musst du für dich herausfinden, indem du ehrlich zu dir selbst bist, indem du dich selbst beobachtest, ohne dich zu bewerten, zu beurteilen: Einfach nur beobachten: Wie genau funktioniert das in dir?