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    12.4.2022AQ 1600
    »Ein verrückter Geist erschafft eine verrückte Welt.«
    0:0011:29
    Ein verrückter Geist erschafft eine verrückte Welt. Alle verrückten Ereignisse dieser Welt sind durch einen verrückten Geist entstanden und werden auch von einem verrückten Geist interpretiert. Der Grad der Verrücktheit der Welt liegt nicht daran, wie verrückt die Realität ist, sondern wie verrückt dein Geist ist und wie verrückt er die Realität interpretiert. Die pyramidale Struktur der Angst wird jetzt als System überall erkennbar. Wir haben sie sogar für unsere Familien übernommen. Väter und Mütter haben sie ihren Kindern gelehrt. Angst, die von oben kommt. Und wie bei den Eltern auch ist das bei der Angst, die von oben kommt, kein wirklich bewusster Vorgang. Niemand nimmt sich das vor, niemand will das bewusst und niemandem ist es bewusst, keinem ist es klar, was er da tut. Jesus hat dieses Problem schön auf den Punkt gebracht. Er hat gesagt: »Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!« Sie wissen es wirklich nicht, denn sie sind nicht bewusst. Sie können es nicht sein beziehungsweise sie haben eine bestimmte Stufe des Bewusstseins, auf der ihnen nicht klar ist, was sie tun. Sie können sich selbst nicht reflektieren. Sie leben selbst in der Angst und ihr verrückter Geist schaltet und waltet, wie er gerade möchte. Diesem verrückten Geist wird kein Einhalt geboten. Es ist kein Bewusstsein da, das es dir oder denen, die das tun, ermöglicht, sagt: »Moment kurz, was geht hier ab? Was mache ich da? Warum mache ich das? Woher kommt das? Muss das sein? Ist das normal oder werde ich von einem verrückten Geist gesteuert?« Und entsprechend haben wir Angst davor, dass alles schlimmer wird. Der tragische Witz dabei ist, das ist schon die schlimmste Stufe. Schlimmer geht es gar nicht. Das bedeutet nicht, dass die äußeren Ereignisse nicht schlimmer werden können oder sein können, aber es bedeutet, der Grad an Unbewusstheit ist nicht mehr absenkbar, weil Bewusstsein, das sich nahe der Nulllinie bewegt, nicht ins Minus gehen kann. Kein Bewusstsein ist kein Bewusstsein. Es gibt da keine negativen Zahlen. Und ich habe dafür ein ganz lustiges Beispiel. Ich habe das heute auch mit JayBe besprochen beziehungsweise ihm erzählt. Ich hatte ein ganz tolles Gespräch mit ihm. Es ging ursprünglich eigentlich um Krisenvorsorge und dann sind wir ins Reden gekommen und habe ich ihm ein Beispiel erzählt, das mich erst vor Kurzem so sehr beeindruckt hat. Und zwar war das eine Reportage über Bitcoin. Und ich glaube, das war im öffentlichen, öffentlich-rechtlichen Fernsehen und da wurde dann natürlich, muss ja immer dabei sein, ein Professor interviewt, irgendein Wirtschaftsprofessor und der hat die Funktion des Geldes erklärt. Einfach das, was jeder schon kennt. Nicht wir … Es wird uns ja auch schon die ganze Zeit erzählt. Es war zu kompliziert, zwei Ziegen mit sich herumzutragen und gegen Kartoffelsäcke oder Schuhe zu tauschen, also hat man Geld eingeführt. So stellt man sich das vor und so erklärt man sich das. Ich bezweifle, dass diese Erklärung richtig ist, denn jetzt kommt der Punkt. Dieser Professor sagt dann: »Geld gibt es schon sehr lange«, was weiß ich, wie viele tausende Jahre. Und er sagt auch: »Eine Welt ohne Geld ist gar nicht vorstellbar.« Und da ist mir kurz die Kinnlade nach unten gefallen, denn ein Professor sollte diese Fähigkeit haben, diese Vorstellungskraft, sich eine Welt ohne Geld vorzustellen. Er sollte die Fähigkeit besitzen, es zumindest imaginieren zu können. Ob es praktisch ist oder ob es durchführbar ist, ist wieder eine ganz andere Frage. Aber wenn einem Menschen die Fähigkeit fehlt, sich etwas vorzustellen, was an sich ziemlich leicht ist, dann ist das Bewusstsein nicht sehr stark ausgeprägt. Beziehungsweise es gibt einige Blockaden, einige Glaubenssätze, wenn man so sagen will, einige Programme vor allem, die dieser Vorstellungskraft, die eigentlich jeder Mensch hat, komplett im Weg stehen. Denn eine Wirtschaft ohne Geld ist sehr, sehr einfach, wenn man sich nur eine einzige Sache vorstellt. Jeder arbeitet gerne. Damit wäre das Thema Geld sofort erledigt. Denn wenn du gerne arbeitest, dann brauchst du kein Schmerzensgeld und jeder kann zu dir kommen und kann sagen: »Ich bräuchte da mal bitte ein paar Schuhe!«, falls du Schuster bist. Und dann gibst du ihm die gerne, die sind vielleicht auch sogar schon fertig, weil du ja gerne Schuhe machst. Und wenn du dann zum Bauern gehst, der gerne arbeitet, seine Felder gerne bestellt, dann gehst du zu ihm und sagst: »Hey, hi, wie läuft es? Ich habe Hunger, könntest du mir ein paar Kartoffeln geben?« Und dann gibt der dir diese Kartoffeln gerne. Das ist die einzige Fähigkeit, die man dazu braucht. Das heißt nicht, dass das in dem Zustand, in dem wir sind, tatsächlich möglich ist, aber vorstellen kann man es sich. Und es braucht gar nicht all zu viele Vorstellungsfähigkeiten, sondern nur einen kleinen Shift. Aber wenn dieser Shift eben nicht möglich ist, dann erschafft ein verrückter Geist weiterhin eine verrückte Welt, in der Geld unser Gott ist und wir es uns gleichzeitig auch gar nicht anders vorstellen können und wir dieses Gefängnis, das wir Staat nennen, der eigentlich eine Mafia ist, wenn man sich es genauer betrachtet. Und wenn man in der Lage dazu ist, sich das ehrlich anzuschauen, das ist kein Bashing, da ist keine Wut oder so was dazu notwendig, sondern einfach nur ehrlich drauf schauen. Das sind diese Dinge, die mit einem erweiterten Bewusstsein einhergehen, dass du dir Zustände, die ein verwirrter, verrückter Geist erschaffen hat, relativ neutral anschauen kannst. Kannst du einfach drauf gucken und sehen: »Hm, komisch.« Du kannst es dir selbst gegenüber zugeben. Du brauchst es gar nicht gegenüber anderen vertreten. Das bringt gar nichts. Es ist wichtig, dass du verstehst, was tatsächlich los ist. Und da geht es nicht darum, wütend zu sein auf andere, sondern einfach nur genau hinzuschauen, bei dir selbst und bei sonst erstmal niemandem. Und dann erkennst du den verrückten Geist, der eine sehr verrückte Welt erschaffen hat.