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    4.4.2022AQ 1592
    »Ich habe die ganze Zeit kein Geld, weil ich Geld nicht im Kopf habe.«
    0:007:49
    Ich habe die ganze Zeit kein Geld, weil ich Geld nicht im Kopf habe. Um Geld zu haben, musst du die ganze Zeit daran denken oder anders gesagt, nur wenn du an dein Geld denkst, hast du es. Und um kein Geld zu haben, ist es genauso. Du musst daran denken, dass du gerade kein Geld hast. Nur wenn du daran denkst, hast du gerade kein Geld. Falls du es mal aus Versehen vergessen solltest, dass du Geld hast oder auch dass du kein Geld hast — in dem Moment gibt es das nicht. Es geht darum, ob du daran denkst. Das einzige Problem ist, dass du oft daran erinnert wirst, ob du Geld hast oder ob du keines hast beziehungsweise wie viel du hast, und vor allem erinnerst du dich selbst sehr oft daran. Du denkst oft darüber nach. Ein Millionär, der nicht darüber nachdenkt, dass er Millionär ist, ist in dem Moment keiner. Ein Bettler, der unter der Brücke lebt und nicht darüber nachdenkt, dass er kein Geld hat, ist in dem Moment kein Bettler. Wenn du Geld hast und dir darüber Gedanken machst, ist das genauso wenig förderlich, wie wenn du kein Geld hast und dir darüber Gedanken machst. Viele Menschen denken nur, es sei einfacher, Geld zu haben und sich deshalb, weil man Geld hat, keine Gedanken darüber zu machen. Bei diesem Thema fällt mir immer wieder das Zitat von Aristoteles Onassis ein. Ich glaube, der war ein griechischer Reeder. Und er hat gesagt: »Wenn ein Mensch behauptet, mit Geld lasse sich alles erreichen, darf man sicher sein, dass er nie welches gehabt hat.« Was wir tun und worüber wir nachdenken und dass wir uns täglich mehrfach, stündlich, minütlich daran erinnern, was wir haben und was wir nicht haben, macht keinen Sinn. Gleichzeitig wollen wir diese Gewohnheit, diese schlechte Gewohnheit aber nicht loslassen. Wir wollen darüber nachdenken. Wir müssen nicht, aber wir wollen es, also machen wir es. Das bedeutet, wir machen es freiwillig. Und das ist uns nicht klar. Wir machen es nämlich schon so lange freiwillig, dass es von einer Sucht zu einer Gewohnheit und sogar zu einer vollkommen unbewussten Gewohnheit geworden ist wie fast all unser Denken. Und weil wir es nicht bewusst denken, können wir es auch nicht mehr sein lassen. Wir füttern mit diesen Gedanken unseren Emotionalkörper. Beziehungsweise besser gesagt, wir versuchen damit sogar, unsere Emotionen zu verdrängen und erreichen dadurch das Gegenteil und sogar etwas Schlimmeres, nämlich eine Gedanken-Gefühls-Spirale. Mein Weg ist aufs Engste damit verbunden, mit dieser Übung, die Gedanken daran, dass ich kein Geld habe, zu ignorieren. Jeder Versuch, mit harter Arbeit oder auch mit Manifestation Geld zu verdienen, hat vorher nicht funktioniert oder nicht befriedigend funktioniert. Selbst dann, wenn ich mal Geld hatte, es waren zwar relativ kurze Zeiten, aber sie kamen vor, hatte ich nicht das Gefühl, dass ich Geld hatte. Es hat also gar nichts gebracht, dass ich erfolgreicher war als vorher, denn ich habe es nicht gefühlt. Meine Gedanken waren weiterhin verhaftet in meinen Emotionen und ich hatte die gleichen Schwierigkeiten und Probleme, die ich mit weniger Geld oder sogar komplett ohne Geld vorher hatte. Aus dieser eigenen Erfahrung kann ich dir sehr empfehlen, diese Übung konstant zu machen: Denke nicht an Geld!