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    22.3.2022AQ 1579
    »Wahrnehmung und Bewusstsein sind das Einzige, das sich fundamental ändern kann.«
    0:008:50
    Wahrnehmung und Bewusstsein sind das Einzige, das sich fundamental ändern kann. Unsere Wahrnehmung ändert sich. Nicht die Welt. Wenn sich dein Bewusstsein und damit deine Wahrnehmung verändern, kann alles andere bleiben, wie es ist und trotzdem verändert sich deine Welt. Die Welt zu verändern ist so leicht und doch so schwer, vor allem deshalb, weil wir denken, wir müssten diese Welt dort draußen verändern. Wir können nicht verstehen und nicht nachvollziehen, weil wir es noch nie erfahren haben, dass sich die Welt außerhalb von uns verändert, wenn nur wir selbst uns ändern. Und auch das wird falsch verstanden. Die meisten denken dabei an eine Änderung, die zwar in dir beginnt, sich dann aber fortsetzt in der Welt. Sie gehen zum Beispiel von guten Taten aus, von einer richtigen Handlung. Was ich meine, hat damit überhaupt nichts zu tun. Was ich meine, ist eine innere Veränderung, die du in Worten gar nicht beschreiben kannst, die aber auch nicht spektakulär sein muss. Vor allem kann sie von außen nicht gesehen und deshalb auch nicht beurteilt werden. Sie muss auch von niemandem gesehen werden und beurteilt werden. Es ist gut, dass diese Veränderung nicht sichtbar ist. Es ist gut, dass niemand außer dir beurteilen kann, was sich verändert hat. Niemand kann dir dafür ein Zertifikat geben und wenn sich in dir tatsächlich etwas verändert hat, dann brauchst du auch keines mehr. Denn eine der wesentlichsten Veränderungen, die du erfahren kannst, ist, dass du dich selbst nicht mehr von anderen oder von äußeren Umständen abhängig machst. Entgegen der aktuellen Mode geschieht das aber nicht dadurch, dass du so tust, als wärst du selbstbewusst, sondern du wirst dir selbst wirklich bewusst. Selbstbewusst kannst du also auch sein, wenn du ein sogenanntes geringes Selbstbewusstsein hast, was ja nur bedeutet, du bist dir unsicher. Unsicher kannst du dir nur sein, wenn du nach außen schaust und darauf achtest, wer dir zustimmt und wer dir widerspricht, wer dich bestätigt und wer dich kritisiert. Dir deiner selbst bewusst zu werden bedeutet, dass du erkennst und fühlst, wenn du unsicher bist. Und dann bist du auch unsicher in dir und nicht bei den anderen. Dann musst du die Unsicherheit nicht überspielen. Du musst nicht so tun, als wärst du anders oder sicherer besser, als du selbst denkst. Selbstbewusstsein hat also überhaupt nichts mit Selbstsicherheit zu tun. Selbstbewusstsein bedeutet, dass sich dein Bewusstsein verändert und dass du in jedem Zustand bereit bist, alles zu fühlen. Dann machst du dich nicht mehr von einer verrückten Welt abhängig, einer Welt, die auf Knopfdruck durchdreht, wenn sie soll oder wenn sich genügend Unbewusstes angesammelt hat und nach außen durchbricht, wenn sich dein Bewusstsein verändert. Deine Wahrnehmung und dein Bewusstsein verändern sich dadurch, dass du bereit bist, auch das bisher Unbewusste in dir anzusehen, zu erleben, es erscheinen zu lassen und es nicht mehr zu verdrängen. Unsere gesamte Programmierung, unser Verstand ist darauf ausgelegt, Unbewusstes zu verdrängen. Sobald Unbewusstes nach oben kommen darf und nicht mehr verdrängt wird von dir, verändern sich dein Bewusstsein und deine Wahrnehmung ganz automatisch. Dafür brauchst du gar nichts mehr tun. Dadurch heilt deine Welt — die Welt in dir. Die äußere Welt folgt dieser Heilung ganz automatisch. Auch dafür brauchst du dann nichts mehr tun, denn du entfaltest dich frei, unabhängig, mit deinem eigenen Selbstbewusstsein. Du hast keinen Drang mehr, anderen zu zeigen, was für ein guter Mensch du bist. Du tust Gutes einfach so, jeden Tag und auch unabhängig von einer politischen Agenda, weil es nicht mehr um die anderen geht, sondern nur noch um dich.