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    20.3.2022AQ 1577
    »Nur du kannst dich bestätigen.«
    0:008:26
    Nur du kannst dich bestätigen. Niemand kann das für dich tun. Selbst wenn dich andere bestätigen, bringt dir das nur temporäre Ablenkung. Wenn du dir Bestätigung von anderen wünschst, legst du dein Schicksal in deren Hände und machst dich von ihnen abhängig. Aber nicht nur das, das wäre noch nicht einmal so schlimm, sondern du machst dich abhängig von dem, was du denkst, dass andere über dich denken. Das bedeutet, du baust deinen inneren Zensor auf und stärkst ihn. Dein Verstand, der ganz genau weiß, was gesellschaftlich von dir erwartet wird, was andere von dir angeblich erwarten und du orientierst dich ab diesem Zeitpunkt an einem Phantom. Diese vorgestellte Gesellschaft ist nie echt. Sie existiert nie wirklich. Aber du tust so, als würdest du sie kennen, weil du an sie denkst, weil du dir ausmalst, wie sie sein könnte. Und das aber nicht als Fantasie realisierst, sondern für bare Münze nimmst. Und woher kommen diese Vorstellungen? Du orientierst dich dabei an Erfahrungen aus deiner Vergangenheit und so wahr sie sind, so wenig müssen sie in Zukunft gelten. Aber dadurch, dass du dich an den vergangenen Erfahrungen orientierst, schreibst du sie in die Zukunft fort. Und so baust du dir selbst eine perfekte Zeitschleife, aus der du nicht herauskommen kannst. Zumindest nicht, solange du an die Erfahrungen deiner Vergangenheit glaubst und sie zum Maßstab deines Lebens machst. Das nicht zu tun ist für viele Menschen eine der schwierigsten Herausforderungen, denn unser gesamter Verstand, unsere gesamte Programmierung ist so aufgebaut. Sie orientiert sich an den Erfahrungen unserer Vergangenheit. Bewusst oder unbewusst, meistens natürlich unbewusst. Und diejenigen, denen das auffällt, die versuchen gleich zwei Schritte zu weit zu gehen. Sie wollen das alles sofort abschaffen. Der erste Schritt ist, dass es dir bewusst wird. Das ist der wichtigste Schritt. Im Verhältnis zu diesem ersten Schritt der Bewusstwerdung ist alles andere fast schon irrelevant. Denn dort, wo dein Bewusstsein hinfließt, dort, wo die Aufmerksamkeit deines Bewusstseins ist, findet immer Veränderung statt. Stagnation gibt es nur ohne Bewusstheit. Um dir Bestätigung von anderen zu wünschen, musst du auch in deinem Tun unbewusst sein. Denn solange du Bestätigung von anderen brauchst, bedeutet das, dass dich das, was du tust, nicht erfüllt. Und auch das ist für viele Menschen eine sehr harte Erkenntnis. Denn wir sind bestens angepasst an diese Welt und an die Arbeitswelt, wie sie angeblich ist und wie sie zu sein hat. Auch das sind starre Vorstellungen aus unserer Vergangenheit aufgrund von Erfahrung oder was wir von unseren Eltern und Verwandten gehört haben. Vor allem aber, was wir bei anderen beobachtet haben, wie sie arbeiten, warum sie arbeiten, wie es ihnen geht, wenn sie arbeiten. Und wir schreiben auch diese Erfahrung in die Zukunft fort — vollkommen unhinterfragt. Es fällt uns gar nicht auf. Wir können es uns schlicht und ergreifend nicht vorstellen, dass es auch anders gehen könnte. Und weil wir es uns nicht vorstellen können, da wir es aus der Vergangenheit nicht kennen, lehnen wir es ab, ohne es vorher versucht zu haben. Die Lösung ist nicht, alles von heute auf morgen zu verändern und so zu tun, als würdest du keine Anerkennung mehr wollen. Du kannst andere verarschen, dich selbst nicht. Du merkst es. Deswegen bringt es nichts, wenn du etwas vorgibst oder vortäuscht. Du kannst diesen Drang auch gar nicht loswerden, ohne dass er dir bewusst wird. Wenn du dir diesen Drang der Anerkennung durch andere jedes Mal dann, wenn du ihn hast, bewusst machst und fühlst, dann kann Transformation beginnen.