Es gibt keinen Frieden in der Welt. Die Welt wird immer das sein, was in dir ist. Frieden ist nicht abhängig von äußeren Umständen. Frieden ist ein Inside-Job. Frieden findet innen statt oder gar nicht. Wenn du dich nur friedlich fühlst, weil und wenn die äußeren Umstände passen, ist das ein äußerst labiler Frieden. Und es kann niemals ein echter Frieden sein. Frieden ist von nichts abhängig — außer von dir. Wenn dein Frieden von äußeren Umständen und anderen Menschen abhängig ist, wirst du ganz leicht ein Opfer von Propaganda, Hörensagen und den Launen der anderen. Der Drang des Friedens im außen ist die Verdrängung des inneren Friedens. Wenn du mir nicht glaubst, schau dich um, du kannst es seit einigen Tagen überall beobachten. Dein innerer Friede ist es aber nicht wert, geopfert zu werden für äußeren Frieden. Auf diese Art und Weise wird es nie friedlich sein. Die größte Herausforderung für deine Programmierung und dein Ego ist, mit Krieg in Frieden zu fallen. Und nein, das ist keine Verdrängung beziehungsweise ich meine damit nicht, dass du es verdrängen sollst. Der Prozess, den ich versuche zu beschreiben, ist so viel tiefer, als sich darüber aufzuregen, dass das nicht geht, dass man mit Krieg nicht in Frieden sein kann, dass man den Krieg ja dann verdrängen müsste. Es ist ein Prozess, der ist unbeschreiblich. Und trotzdem unternehme ich den hoffnungslosen Versuch, es zu tun. Du kannst diesen Prozess nämlich nicht steuern. Du kannst ihn noch nicht einmal auslösen. Das Einzige, was du machen kannst, ist es dir immer wieder bewusst zu machen. Doch genau dabei kommt dir die Programmierung in die Quere und macht dir einen Strich durch die Rechnung, indem sie dir sagt, dass das nicht geht. Und auch indem du automatisch handelst oder denkst, ohne dass es dir klar ist, dass das ein Automatismus ist. Ein beliebter und weit verbreiteter Automatismus ist »wütend werden«. Tatsächlich müsstest du, wenn überhaupt, traurig sein. Diese Traurigkeit würde dich zurückführen in deine Kindheit, denn in deiner Kindheit ist diese Traurigkeit begründet. Als Kinder müssen wir diese Traurigkeit ignorieren beziehungsweise verdrängen und das nennen wir dann Trauma. Dieses Traurigkeitstrauma ist der Grund für unsere Wut und unsere Wut ist der Grund für Krieg. Dieser Krieg ist dann wieder der Grund für Traurigkeit. Und somit haben wir einen perfekten Kreislauf. Dieser Kreislauf geht so lange weiter, solange du nach außen schaust und deine Welt außerhalb von dir verbessern willst. Er ist in dem Moment beendet, indem du den Blick nach innen wendest und alle Gedanken über die Außenwelt ignorierst. Innerhalb des Kreislaufes machen wir etwas anderes. Da wenden wir unseren Blick nach außen und je mehr Unangenehmes wir dort sehen und wahrnehmen, desto stärker legen wir unsere Aufmerksamkeit, unseren Fokus auf die Außenwelt, desto wütender werden wir und desto mehr Krieg gibt es. Wir können äußere Kriege nur beenden, wenn wir selbst in absolutem Frieden sind. Und solange wir das noch nicht sind, sind wir gut beraten, uns zurückzuhalten mit Meinungen und Urteilen, bei uns zu bleiben und bei uns zu schauen. Der Verstand wertet das als sinnlos oder nicht effektiv und er hat keine Ahnung von der Macht dessen, was du da tust. Wenn du es tust, wirst du damit die Welt verändern. Deine Welt.