Wenn wir nicht im Kopf sind, ist unser Leben Energie in Bewegung. Wenn du nicht im Kopf bist, fühlst du deine Gefühle als Energie in deinem Körper. Das geht auch nur dann, wenn du nicht im Kopf bist. Dann merkst du, dass es tatsächlich stimmt, dass Leben Energie ist. Du fühlst sie vielleicht nicht als diejenige Energie, an die du denkst, wenn du an Energie denkst, aber wenn du das machst, realisierst du, dass du in deinem Körper einfach nur sich verändernde Energien fühlst. Das kann alles Mögliche sein. Einmal natürlich Gefühle jeder Art, die angeblich negativen wie auch die positiven, angeblich sage ich deshalb, weil du zum Beispiel auch herausfinden kannst, dass es gute Gefühle gibt, die du an einer bestimmten Körperstelle fühlst und dann gibt es negative Gefühle und die fühlst du an der gleichen Körperstelle. Wenn du deine Gefühle fühlst, merkst du wirklich, dass Leben Energie in Bewegung ist — in dir. Und das können natürlich auch Energien sein, die man jetzt nicht als Emotionen beschreiben würde, zum Beispiel körperlich irgendetwas. Du fühlst heiß und kalt, du fühlst ein Streicheln auf deiner Haut und du fühlst natürlich auch, wenn zum Beispiel mal ein Muskel zwickt. Die meisten Menschen denken, dass es zwischen diesen Körperempfindungen und den Gefühlen einen Unterschied gäbe — und den gibt es nicht. Denn sowohl die Gefühle als auch Körperempfindungen sind das Gleiche. Gefühle sind Körperempfindungen. Nur unsere Programmierung sorgt dafür, dass wir Körperempfindungen im Kopf übersetzen in angenehm und unangenehm, in richtig und falsch. Tatsächlich ist diese Energie in Bewegung das Einzige, was dein Bewusstsein wahrnehmen kann. Beziehungsweise besser gesagt, es ist vielleicht nicht das Einzige, aber es ist eine Ebene tiefer als der Kopf und es ist auch der relevantere Teil, weil du aufgrund dieser Körperempfindung bestimmte Dinge magst oder nicht magst. Wenn du nicht denkst, sind diese Körperempfindungen das Wesentliche, was du wahrnehmen kannst. Wenn es etwas gibt, was du darüber hinaus wahrnehmen kannst, dann sind die Körperempfindungen das Tor dazu. Und der einzige Grund, warum du diese Körperempfindungen bisher nicht oder nur wenig wahrgenommen hast, liegt darin, dass du sie unter allen Umständen verdrängen wolltest. Das war natürlich kein bewusster Vorgang, aber dadurch, dass du deinen Verstand entwickelt hast, hast du Strategien gesucht, wie du diese Gefühle vermeiden kannst. Und deshalb gibt es an bestimmten Stellen deines Körpers eine Art Energieblockade. Ich meine das in keinem medizinischen Sinn, es kann aber sogar medizinisch sein, sondern ich meine das in dem Sinn, dass du zum Beispiel viele Gefühle nur an einer bestimmten Stelle fühlst. Und auf diese Stelle in deinem Körper kannst du dich konzentrieren. Viele Menschen gehen mit diesen Themen dann wieder in den Kopf. Sie versuchen dann, Blockaden aufzulösen in ihren Gedanken, also dort, wo diese Blockaden entstanden sind. Und dort, wo diese Blockaden entstanden sind, kannst du sie aber nicht auflösen. Du musst dorthin zurückgehen, wo es keine Blockaden gibt. Dort, wo du jenseits deiner Urteile bist. Und in deinem Körper ist das der Fall, wenn du gedankenfrei bist.