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    20.2.2022AQ 1549
    »Antisoziales Verhalten ist ein Merkmal der Intelligenz in einer Welt voller Konformisten.«
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    »Antisoziales Verhalten ist ein Merkmal der Intelligenz in einer Welt voller Konformisten.« Nikola Tesla Soziales Verhalten ist der Konsens unserer Programmierungen, den wir niemals zum Ideal erheben sollten. Trotzdem tun wir es und trotzdem lassen wir uns dadurch einschüchtern. Denn mit dem Vorwurf, asozial zu sein, erwischt man uns, damit kriegt man unser Ego. Wir wollen alles sein, bloß nicht asozial, ohne überhaupt zu wissen, was das bedeutet. Unser sogenanntes soziales Gefüge ist nämlich nicht logisch und moralisch entstanden. Es ist entstanden und entsteht auch jeden Moment neu wieder aufgrund unverarbeiteter Emotionen. Unverarbeitete Emotionen lassen uns unbewusst werden, dafür sorgt unsere Programmierung. Wir wollen das nicht bewusst erleben, was wir fühlen würden, wenn wir es zulassen. Und deshalb verdrängen wir es mit Wünschen, Begierden und jeder anderen Art von Streben. Und es braucht einen hohen Grad an Bewusstsein und an Selbstreflexion, der Bereitschaft, sich selbst nicht mehr zu belügen, um überhaupt zu verstehen, was damit gemeint ist. Wir neigen dabei dazu, zu denken, dass wir intellektuell nicht mitkommen, dass uns das intellektuell zu hoch sei. In diesem Fall ist es uns emotional zu hoch. Es ist uns emotional zu viel. Deshalb verdrängen wir und deshalb schaltet unser Intellekt ab, indem er sagt: »Das verstehe ich nicht.« Er will es nicht verstehen. Würde er es verstehen, müsste er auf den Platz zurückgehen, der ihm zugewiesen wurde. Und das ist nicht der Chefsessel. Und mit diesem Drang zur Verdrängung kann man dir ganz leicht soziales Verhalten empfehlen, asoziales Verhalten vorwerfen und du fügst dich. Du fügst dich nicht, weil es besser wäre und auch nicht aus eigener Erkenntnis, sondern du fügst dich, um weiterhin deine Gefühle zu verdrängen. Doch irgendwann ist das nicht mehr möglich und an diesem Punkt stehen gerade immer mehr Menschen. Und es ist verständlich, dass sich die Gefühle erst einmal in Wut entladen, solange wir denken, weiterhin denken, die anderen seien schuld beziehungsweise verantwortlich für unsere Gefühle. Wut ist zwar ein sehr wichtiger erster Schritt, aber er ist nicht der letzte. Leider bleiben viele bei Wut stehen und diese Wut entlädt sich auf die anderen. Wenn es blöd läuft, auch auf sich selbst. Ist aber eigentlich beides blöd, ist aber nicht verkehrt als erster Schritt. Was immer unter der Wut liegt mit absoluter Gewissheit ist Trauer. Und die Herausforderung der aktuellen Zeit, die Aufgabe für dich ist, über die Wut an diese Trauer heranzukommen. Wenn du das schaffst und wenn du die Trauer bedingungslos fühlen kannst, bist du nicht mehr steuerbar. Du wirst im besten Sinn des Wortes antisozial. Wenn du bereit bist, deine tiefsten Gefühle zu fühlen, brauchst du den Konsens unserer Programmierungen nicht mehr zum Ideal erheben, weil du nichts mehr verdrängen willst.