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    13.2.2022AQ 1542
    »Sicherheit ist extrem unattraktiv.«
    0:005:15
    Sicherheit ist extrem unattraktiv. Trotzdem streben wir danach. Unser Streben nach Sicherheit ist einerseits verständlich, andererseits extrem seltsam. Wir haben nie durchdacht, was das Ergebnis davon sein könnte und sollte. Wenn du erfolgreich nach Sicherheit strebst, dann ist das einzig sinnvolle Ergebnis Sicherheit. Das heißt, dein Ziel ist es, vollkommen sicher zu sein. Und nun stell dir vor, was das bedeutet! Stell dir vor, alles in deinem Leben wäre absolut sicher! Es muss noch nicht einmal alles sein, es genügen die wichtigsten Punkte, in denen du nach Sicherheit strebst. Wenn du es dir nicht vorstellen kannst, dann geh einfach davon aus, alles sei sicher. Stell dir vor, du würdest dein Ziel erreichen. Was dann? Falls du es selbst nicht schon erahnst, ich kann es dir sagen. Dein gesamtes Streben ergibt sich aus dem Wunsch nach Sicherheit. Doch sobald du Sicherheit erreicht hättest, würde es dir damit deine gesamte Grundlage des Strebens entziehen. Dein Leben hätte keinen Sinn mehr und du würdest in eine tiefe Sinnkrise stürzen. Deshalb hört dein Streben nach Sicherheit nach dem Erreichen deines Zieles auch nicht auf. Nach Erfüllung deines Wunsches nach Sicherheit, würdest du weiterhin nach Sicherheit in immer absurderen Details streben und das endet im Wahn und im Zwang. Tatsächlich sind unsere Wünsche bereits wahn- und zwanghaft. Wir haben sie nie hinterfragt. Wir streben einfach. Viele fragen sich, warum reiche Menschen nach immer noch mehr Reichtum streben. Das ist der Grund: Der Wahn, der unseren Wünschen und unserem Streben zugrunde liegt. Wir sind bereits falsch gestartet. Unser Ziel war nie das Ziel. Unser Ziel war immer der Wahn im Streben nach dem Ziel. Und natürlich war das nie ein bewusstes Ziel. Es war immer unbewusst. Einfach nur deshalb, weil wir unser Ziel nie hinterfragt haben, weil wir uns nie gefragt haben: »Was wäre, wenn ich mein Ziel erreichen würde? Was dann?«