Kein Wissen und kein Glück, sondern die Bereitschaft, alles zu fühlen, machen dich erfolgreich. Wenn jemand erfolgreich ist, denken wir: "Der weiß viel!", oder "Der hat Glück gehabt!" Und beides stimmt nicht. Das sind nur die beiden Ideale, denen wir nachjagen, beziehungsweise es ist tatsächlich nur ein Ideal: Wir denken, wir könnten durch Wissen erfolgreich werden. Und wenn das nicht klappt und wahrhaftig erfolgreich zu werden klappt damit nicht, dann gehen wir davon aus, dass die letzte Möglichkeit, die letzte verbliebene Möglichkeit, Glück zu haben, wäre. Das ist dann unsere letzte Hoffnung, wenn es durch Wissen oder mit Hilfe von Wissen nicht funktioniert. Dann wenigstens mit Glückhaben. Und natürlich funktioniert auch das nicht. Selbst dann, wenn wir Glück haben. Denn erfolgreich ist nicht derjenige, der erfolgreich erscheint, sondern derjenige, der sich erfolgreich fühlt, der erfolgreich fühlt. Ein Mensch, der erfolgreich fühlt, fühlt sich erfolgreich. Nicht deshalb, weil er den Kriterien und Definitionen von Erfolg gerecht wird, sondern deshalb, weil er dadurch seine eigenen Kriterien kennenlernt, die ihn erfolgreich fühlen lassen. Es gibt unzählige Menschen, die nach außen erfolgreich erscheinen, nach innen fühlen sie aber nichts von diesem Erfolg. Sie sind immer noch Getriebene ihres eigenen Erfolgs. Sie wollen immer noch mehr erreichen und sie können das einmal begonnene Momentum, das sie angetrieben hat, erfolgreich zu sein, nicht verlassen. Denn damit würde ihre Welt zusammenbrechen. Zu Recht! Denn es ist eine Welt, die künstlich ist. Diese Welt ist komplett auf Schein aufgebaut. Es geht in dieser Welt nur darum, den Anschein von Erfolg zu wecken. Man ist also die ganze Zeit damit beschäftigt, diesen Anschein zu erwecken und kann sich gar nicht darum kümmern, wie man sich fühlt. Würde diesen Menschen auffallen, was sie tun, würde das Kartenhaus zusammenbrechen. Der Schein lässt sich nur sehr schwierig über lange Zeit aufrechterhalten. Der einzige Grund, warum wir in diesem Bereich fehlgeleitet sind, liegt daran, weil wir uns an scheinbar erfolgreichen Menschen orientieren. Denn dieser Schein blendet uns. Er zieht uns einerseits magisch an, lässt uns aber auf der anderen Seite keinen Einblick hinter die Kulissen, wie es wirklich ist. Die Menschen lassen diesen Einblick nicht zu, wie sie sich wirklich fühlen, denn würden sie das tun, müssten sie ja zugeben, dass ihr eigener Erfolg nur scheinbar ist. Es ist kein echter Erfolg, doch wir lassen uns blenden. Wir spielen dieses Spiel mit, indem wir dem scheinbaren Erfolg Aufmerksamkeit geben.