Dein Erleben ist das Zentrum deines Lebens. Das heutige Zitat kann man mal wieder ganz schnell abhaken und sagen: »Ja klar, was denn sonst?«, ohne zu merken, dass wir konstant dagegen verstoßen, weil wir Autoritäten außerhalb von uns nicht nur akzeptieren, sondern tatsächlich für wichtiger halten als unser Erleben. Es ist also ein sehr logisches Zitat, an das wir uns aber nicht halten, ohne es zu merken, denn sobald du dein Erleben ins Zentrum deines Lebens stellst, gibt es außerhalb von dir keine Autorität mehr. Das ist ein Zustand, den sich die meisten Menschen noch nicht einmal in ihren kühnsten Träumen vorstellen können, denn das bedeutet, dass du nie wieder irgendjemand außerhalb von dir brauchst, der dir etwas bestätigt, der dir bestätigt, dass das eine gute Erfahrung war, ob du richtig gefühlt hast, ob du die richtige Perspektive gewählt hast, ob du die Situation richtig einschätzt, was du da erlebt hast. Du benötigst absolut keine Bestätigung von außen mehr. Das ist der Zustand vollkommener Souveränität. Du bist dann dein eigener Souverän und niemand kann dich in Frage stellen. Beziehungsweise er kann es versuchen, aber es wird auf dich keine Wirkung haben. Du wertschätzt wieder deine eigene Perspektive und deine eigene Erfahrung und du orientierst dich bei deinen Erfahrungen nicht mehr an den Erfahrungen der anderen. Das bedeutet auch, dass du deine eigenen Erfahrungen nicht mehr versuchst einzuordnen. Sie stehen für sich. Du stehst für dich. Es gibt auch nichts, was du diesen Erfahrungen hinzufügen könntest. Nichts, was diese Erfahrungen noch besser abrunden würde. Und nichts, was deinen Erfahrungen fehlt. Und nur weil ein anderer es anders erlebt hat, bedeutet das für dich gar nichts, absolut gar nichts. Niemand kann deine Erfahrung bestätigen oder negieren. Und es kann auch niemand deine Erfahrung einordnen oder in eine Schublade packen. Du kannst dir dann von niemandem mehr sagen lassen, wie es für dich ist oder wie es für dich sein sollte und gleichzeitig fällt dir auf, wie viele Menschen trotzdem ständig versuchen, genau das zu tun: Deine Erfahrung einordnen und bewerten. Wenn du dein Erleben wieder ins Zentrum deines Lebens stellst, werden dich diese Versuche nicht mehr irritieren. Es wird dir nichts mehr ausmachen, dass andere versuchen, deine Erfahrungen einzuordnen. Denn du warst dabei. Du hast es erlebt. Dieses Erleben brauchst du nicht einmal verteidigen, denn du siehst sofort, dass es gar nicht möglich ist. Und du merkst, wie wenige Menschen dir überhaupt zuhören, wie wenige Menschen tatsächlich wissen wollen, was du erlebt hast und wie es dir dabei ging. Wenn dein Erleben wieder im Zentrum steht, wirst du unabhängig und frei. Frei von den Gedanken anderer über dich und auch frei von deinen eigenen Gedanken über dich.