Innere Sicherheit hat nichts mit Politik zu tun. Innere Sicherheit ist nichts, was du durch Abschottungsmaßnahmen erreichen kannst und auch nicht durch ein großes Polizeiaufgebot. Innere Sicherheit erreichen wir auch nicht dadurch, dass die Geheimdienste im Hintergrund arbeiten. Auch der Verfassungsschutz trägt nicht zu deiner inneren Sicherheit bei. Innere Sicherheit ist noch nicht einmal etwas, das du erreichen kannst, denn innere Sicherheit ist einfach nur die Abwesenheit der Unsicherheit, die durch den Verstand produziert wird. In dem Moment, in dem der Verstand aufhört, über Unsicherheit zu sprechen oder in dem du ihm keine Aufmerksamkeit mehr gibst, wenn er über Unsicherheit spricht, ist automatisch das da, was schon immer da war, du nimmst es nur zum ersten Mal wahr. Und das, was die ganze Zeit da ist, ist die Sicherheit deines Inneren. Innen warst du schon immer. Innen warst du auch noch nie gefährdet. Jenseits deines Verstandes gibt es keine Unsicherheit. Fälschlicherweise versuchen wir sowohl in der Politik als auch in unserem Leben innere Sicherheit durch äußere Handlungen herzustellen. Das kann gar nicht funktionieren und damit ist die Abteilung Innere Sicherheit beziehungsweise das Innenministerium eine Abteilung, die niemals aufhören kann, zu arbeiten. Und so ist natürlich auch die gesamte Politik. Denn der Verstand hört nie auf, dich zu beschäftigen. Viele Menschen wünschen sich innere Sicherheit und begegnen auf der Suche danach dem gleichen Problem wie bei vielen anderen Themen auch. Sie wünschen sich innere Sicherheit aufgrund ihrer gefühlten Unsicherheit und auf Basis der gefühlten Unsicherheit wirst du selbst mit dem Streben nach Sicherheit wieder Unsicherheit produzieren. Wenn du Sicherheit anstrebst, ist der beste wirksamste Weg dorthin zu kommen, die Unsicherheit zu fühlen. Wenn du das tust, wirst du feststellen, dass die Unsicherheit gar nicht unsicher ist, sondern sehr sicher. Es ist ein Gefühl in deinem Körper, auf das du dich verlassen kannst. »Ein Gefühl, auf das du dich verlassen kannst!« Dieser Satz wird sich im Lauf der Zeit bei dir verändern. Anfangs wirst du es noch genervt sagen: »Ja, darauf kann ich mich verlassen, dass dieses Gefühl ausgerechnet immer dann kommt.« Und im Lauf der Zeit wirst du feststellen, dass du dich auf dieses Gefühl verlassen kannst. Du kannst es fühlen, du kannst es dasein lassen. Es will gar nichts von dir, es ist nicht gegen dich und es hilft dir sogar. Aber dazu musst du beginnen, die Unsicherheit zu fühlen in deinem Körper, statt weiterhin davonzulaufen, indem du das Gefühl im Kopf bearbeitest und versuchst, innere Stabilität zu finden, die du längst besitzt. Du kannst sie nur nicht wahrnehmen, weil es ein paar Stimmen in dir gibt, die deine Sicherheit, die du eigentlich gar nicht benennen kannst, verdrängen. Du bist längst in dem Zustand, den du dir wünschst. Es gibt keinen besseren Zustand. Er wird nur überlagert von Gedanken und Programmen und Gefühlen. Es gibt gar keinen besseren Zustand, den du erreichen kannst, der besser wäre als der, der jetzt da ist. Aber du kannst dir das einbilden. Das geht. So mächtig kann der Verstand sein. Doch diese Macht kommt nicht vom Verstand, sondern von dir. Diese Macht gibst du ihm. Jede Übung, die dazu führt, dass du Aufmerksamkeit und damit Macht vom Verstand abziehst, ist eine gute Übung, eine hilfreiche Übung, eine Übung, die dich wirklich weiterbringt. Alle anderen Übungen sorgen nur dafür, dass du weiterhin viel zu tun hast, weil du dich unsicher fühlst.