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    8.1.2022AQ 1506
    »Dich zurückhalten macht eng.«
    0:009:20
    Dich zurückhalten macht eng. Dich verschenken macht weit. Viele denken: "Wenn ich weiter bin, verschenke ich mich." Dabei funktioniert es genau umgekehrt. Du verschenkst dich und dadurch wirst du weiter. Dieses Verschenken hat nichts mit Geld zu tun. Es bedeutet nicht, dass du alles kostenlos hergeben musst. Es hat was damit zu tun, dass du dich so, wie du wirklich bist, der Welt, den Menschen in der Welt schenkst. Du stellst den Menschen das zur Verfügung, was du mitgebracht hast. Du stellst dich so zur Verfügung, wie du wirklich bist, wie du jenseits deiner Programmierungen bist. Du hältst nicht fest an der Welt, wie sie bisher in dir war. Du machst dich frei von Konventionen, vor allem aber von deinen eigenen Überzeugungen, die nicht wahr sind. Du dienst nicht mehr dir und deinem Ego, sondern du dienst allen. Du bist nicht mehr auf deinen Vorteil bedacht. Deine Selbstbereicherung ist nicht mehr die erste Priorität und vor allem nicht auf Kosten anderer. Und es geht dabei wie gesagt nicht darum, ob du Geld verlangst oder nicht oder wie viel Geld du verlangst. Es geht um eine innere Einstellung, die du auch gar nicht artikulieren musst. Die fühlt man. Es geht um den Wandel weg von der Befriedigung deines Egos, weg von der Befriedigung deiner Programmierung hin zu dem, was schon immer in dir war. Und während das am Anfang tatsächlich auch mit sogenannten finanziellen Verlusten verbunden sein kann, ist es erstaunlich, dass nach dieser Transformation selbst der finanzielle Bereich komplett und problemlos abgedeckt ist — und zwar ohne, dass du dir vorher Gedanken darüber gemacht hast, wie das gehen könnte. Aber es ist natürlich ein intensiver Prozess und es kann auch ein längerer Prozess sein und dieser Prozess ist nur dazu da, damit du alle Überzeugungen über dich selbst loswirst und realisierst, was du alles nicht bist und was alles überhaupt nichts mit dir zu tun hat. Sondern was dir von anderen als Thema gegeben wurde, das du übernommen hast. Und es ist wie gesagt nicht der angenehme Prozess, der dir oft verkauft wird, als wäre das währenddessen ein heldenhafter Vorgang. Ganz im Gegenteil: Du fühlst dich währenddessen absolut überhaupt nicht als Held. Es stürzt einiges zusammen, vieles bricht weg, vieles, woran du festhalten wolltest. Es ist erst einmal die Hölle. Diese Hölle kreiert dein Verstand, der dir sagt, dass es so nicht geht und der dir auch verbietet, das so auszuprobieren beziehungsweise der es dir gerne verbieten würde. Wenn du aber die Zügel wieder in die Hand nimmst und sie nicht mehr deinem Verstand übergibst, machst du es einfach trotzdem. Du traust dich wieder zu experimentieren — selbst mit dem Thema Geld. Und natürlich kannst du auch damit experimentieren, es tatsächlich einfach alles zu verschenken. Und auf der anderen Seite natürlich nicht zu vergessen, dass du dann auch üben darfst anzunehmen — und zwar bedingungslos. Bedingungslose Annahme ist eine der schwierigsten Sachen überhaupt, weil wir das noch weniger können, als bedingungslos zu geben. Bedingungslos Annehmen bedeutet, dann oder auch dann anzunehmen, wenn es dir unangenehm ist. Auf diesem Weg wirst du merken, wie eng dich deine Zurückhaltung gemacht hat und damit meine ich nicht eine charakterliche Eigenschaft, die man introvertiert nennt, sondern ich meine damit deine Zurückhaltung in Bezug auf dich in dieser Welt. Und du wirst merken, wie du dich innerlich weitest, wenn du das verschenkst, was du mitgebracht hast. Und falls du das nicht weißt, was das ist, was vollkommen normal ist, dann ist eben genau das ein gutes Anzeichen. Wenn es weit wird in dir, wenn du dich weitest, dann ist es das, was du mitgebracht hast und was du hier zu verschenken hast, was du zu geben hast. Mach dich dabei nicht verrückt bei der Suche oder Festlegung von Preisen! Das, was du zu geben hast, ist immer mehr wert, als du dafür finanziell bekommst. Es ist also egal, was du dafür bekommst. Es wird immer unterbezahlt sein, weil man das nicht bezahlen kann. Das ist nichts, was du in Geld messen kannst. Was du in Geld messen kannst, sind ganz banale Dinge wie "Ich brauche eine Wohnung. Ich brauche was zu essen. Vielleicht brauche ich ein Auto und Benzin." Das kannst du in Zahlen wiedergeben weitgehend. Das, was du zu geben hast, hat keinen Preis. Es ist unbezahlbar und jede Bezahlung ist nur der Versuch einer Annäherung, die es niemals geben kann. Es ist also nicht wichtig, ob du es kostenlos anbietest oder für tausend Euro die Stunde, sondern wichtig ist, dass auf diesem Aspekt überhaupt kein Schwerpunkt liegt, dass dieser Aspekt untergeordnet ist. Der Hauptaspekt muss sein, dass du dich verschenkst — unabhängig vom Preis.