Das Beste entsteht im Moment. Jetzt wollte ich gerade nachschauen, was das heutige Zitat ist und mir was dazu überlegen, aber dann habe ich das Zitat gelesen und mich daran erinnert, dass ich das ja noch nie gemacht habe und dass jede Audio im Moment entstanden ist. Und im Moment entsteht das Beste und zwar selbst dann und auch dann, wenn nichts entsteht. Diese Lücke, dieses Vakuum musst du bereit sein auszuhalten. Es ist nämlich viel weniger schlimm, als du denkst, und es entsteht auch gar nicht unbedingt so oft, wie du denkst oder befürchtest. Wenn du dieses Vakuum nicht ertragen kannst beziehungsweise besser gesagt »willst«, dann hast du dadurch automatisch ein Problem und zwar hast du dann den inneren Antrieb, immer abzuliefern. Und dadurch fängt dein Verstand an zu rattern und das ist nicht sehr hilfreich, denn sobald der Verstand anfängt zu rattern, bist du nicht mehr im Moment und dann entsteht nicht mehr das Beste. Dann entsteht nicht mehr das, was natürlicherweise aus dir entsteht, sondern dann entsteht ein Zerrbild dessen, mindestens ein Zerrbild, wenn nicht sogar ein komplett verfälschtes Bild. Und dann wundern wir uns, warum wir uns im Hamsterrad befinden. Und die Sache mit dem Hamsterrad ist auch gar nicht so, wie wir uns das denken, sondern es hat mit den ein-, zweimal von vielleicht zehn Fällen zu tun, in denen wir nicht abliefern würden und weil wir aber immer abliefern wollen, machen wir bei den restlichen acht bis neun Fällen etwas, was wir in Entspanntheit überhaupt nicht machen würden, nämlich wir verstellen uns, wir versuchen zu genügen, wir versuchen abzuliefern. Würden wir diese zehn bis zwanzig Prozent Pause aushalten, bräuchten wir uns nicht mehr verstellen, würde uns der innere Antreiber verlassen, er könnte uns nicht mehr unter Druck setzen. Das einzige Problem, das wir dabei haben, ist, dass die Umstellung nicht genauso läuft, nämlich dass du nur in zehn bis zwanzig Prozent der Fälle bereit sein musst, die Leere, die Stille zu ertragen, sondern es kann sein, dass du in achtzig bis neunzig Prozent der Fälle bereit sein musst, das Vakuum zu fühlen, nichts zu sagen zu haben, nichts tun zu können. Das ist die Vorbereitung, das ist die Übung und natürlich ist die schwer und blöderweise weißt du auch nicht, wie lang das dauert und genau das ist der entscheidende Punkt. Du musst so entspannt werden, dass es dir egal ist, wie lang diese Pause dauert. Sobald es dir wirklich egal ist, ist die Pause keine mehr und du erlebst dein Leben vollkommen neu, vollkommen anders als vorher. Ab diesem Moment kann dich dein Verstand nicht mehr unter Druck setzen mit einer gefühlten Pause, denn du bist bereit, sie zu fühlen. Du hast schon so viele gefühlt und die nächste macht dir auch ganz sicher kein Problem mehr, weil du weißt, du kannst sie fühlen. Und falls dein Verstand kommt und dich unter Druck setzt, weißt du, was es zu tun gibt — nämlich nichts, außer deine Körperempfindung wahrzunehmen. Wenn du das tust, merkst du, dass schon immer alles nur in diesem Moment entstanden ist und dass der Unterschied, der einzige Unterschied nur der ist, ob du dich unter Druck setzt oder nicht und dann beginnst du den Druck zu erforschen. Du lernst die Gedanken kennen, die zu diesem Druck führen. Du lernst die Körperempfindung kennen, die du als Druck bezeichnest und du findest heraus, dass dieses Wort Druck nichts mehr zu bedeuten hat, wenn du die Empfindung in deinem Körper fühlst. Alles, was in diesem Moment entsteht, ist das Beste — nicht weil du es dir schön redest, sondern weil es noch nie etwas anderes gab als diesen Moment. Und wenn du auf den nächsten Moment hoffst, dass sich was ändert, dann lebst du in diesem Moment mit Hoffnung auf die Zukunft, die nie eintritt. Das Beste war schon immer dieser Moment, ganz egal, was in diesem Moment passiert, denn es gibt keine Vergangenheit und keine Zukunft. Du hast noch nie etwas anderes als diesen Moment erlebt. Wenn du aber so tust, als gäbe es etwas anderes, dann entfernst du dich von dir selbst, denn du bist dieser Moment.