Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    • Audioquickies
    • Entbildung
    • Kryptogold
    • Goldesel
    • Kostenlos
    • Shop
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    StefanHiene
    Start
    AQ
    Anmelden
    Stefan Hiene LogoStefan Hiene Logo
    © 2026 Stefan Hiene
    ImpressumDatenschutzAGBKontaktKaffeeHilfe
    Alle Audioquickies
    27.12.2021AQ 1494
    »Wir verkümmern, weil wir Neues lernen wollen, statt das zu machen, was bereits in uns ist.«
    0:006:49
    Wir verkümmern, weil wir Neues lernen wollen, statt das zu machen, was bereits in uns ist. Oder anders gesagt: Die Suche nach Neuem hält uns von dem ab, was schon immer hier ist — und zwar im doppelten Sinn: Einmal von den Talenten, die bereits in uns sind und zum andern von dem, was immer hier ist — auch unabhängig von unseren Talenten. Unsere Suche — auch die gutgemeinte Suche — ist damit also die Garantie zu scheitern. Wir suchen, weil wir denken, es würde uns etwas fehlen, und diese Suche hält uns davon ab, das zu finden, was bereits hier ist. Die Idee von Mangel sorgt also für den Mangel und da Mangel nicht unser natürlicher Zustand ist, schicken wir uns selbst wieder auf die Suche nach unserer wahren Natur und bei dieser Suche entwickeln wir alle möglichen und unmöglichen Wünsche, weil wir denken, die Erfüllung dieser Wünsche würde uns unser natürliches Gefühl wieder zurückbringen und dieses natürliche Gefühl ist einfach nur Gelassenheit. In dieser Gelassenheit gibt es keine Bedürfnisse, weil es keinen künstlichen Mangel gibt und weil es vor allem keinen ausgedachten Mangel gibt. Ausgedachter Mangel führt dazu, dass wir uns eine Bestätigung von außen wünschen, die wir gar nicht brauchen. Wir hätten dann gern Diplome und ein paar weitere Zertifikate, nur um die Bestätigung zu bekommen für das, was bereits in uns ist, was wir aber verdrängt haben. Eine künstliche, weil ausgedachte Lücke kann auch immer nur künstlich und niemals echt gefühlt werden. Und bei unseren verzweifelten Versuchen, diese Lücken zu füllen, verkümmern wir. Wir verkümmern, weil schon die Füllung nicht echt ist und weil wir durch diese künstliche Füllung niemals das machen, was bereits in uns ist. Wir kümmern uns also die ganze Zeit um Falsches, um Unechtes, Ausgedachtes, Künstliches. Unser Drang, Neues zu lernen, ist kein echter Drang. Es ist der Versuch von Kompensation, die niemals gelingen kann. Sie kann nicht gelingen, weil diese Art von Lernen auf der intellektuellen, rationalen Ebene stattfindet. Sie berührt uns nicht wirklich. Wir fühlen uns nicht wirklich mit uns selbst verbunden, während wir lernen. Wir nutzen das Lernen als Mittel zum Zweck — genau genommen, missbrauchen wir das Lernen. Echtes Lernen erfüllt dich vollkommen, bereits während du lernst, nicht weil du anschließend ein Zeugnis bekommst, das dich als Fachmann ausweist, als Experte, sondern weil du währenddessen bereits den Spaß deines Lebens hast, weil du währenddessen bereits erfüllt bist. Bei echtem Lernen brauchst du keine anschließende Belohnung, weil das Lernen bereits die Belohnung ist. Du lernst um des Lernens willen und nicht, weil du damit ein Ziel verfolgst. Du willst damit keine Lücke füllen, sondern lebst dein Innerstes.