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    25.11.2021AQ 1462
    »Orientiere dich an dir und an sonst niemandem.«
    0:007:49
    Orientiere dich an dir und an sonst niemandem. Dich an dir zu orientieren ist kein Egotrip, sondern ein Trip zurück zu deinem Wesenskern. Zumindest so wie das Zitat gemeint ist, ist es kein Egotrip. Es ist nicht damit gemeint, mit Ellenbogen durchs Leben zu gehen. Was damit gemeint ist, ist, dich an dir zu orientieren, an dem Einzigen, woran du dich orientieren kannst und dieses Dir, dieses Du — damit ist nicht deine Programmierung gemeint, damit ist nicht gemeint, dass du dich dadurch von anderen abgrenzt. Ich meine damit, dass du aus der Konformität aussteigst, dass du nicht mehr darauf schaust, wie es andere machen, dass du nicht mehr fragst: »Darf ich das? Wie funktioniert das? Muss ich das so machen, wie es alle machen?« Natürlich kannst du jemanden fragen, wie es funktioniert — einen tollen Mentor zum Beispiel, aber da brauchst du einen guten. Frage nicht andere Menschen, die das, was du machen willst, noch nie gemacht haben! Aber selbst Mentoren haben ihre Grenzen, denn am Anfang weißt du noch gar nicht, was du willst, weil du weißt gar nicht, was du wollen könntest. Du bist in deinen Programmen gefangen und kannst nur Gedanken denken, die innerhalb dieser Programmierung existieren, innerhalb dieses Systems. Es gibt zwar Menschen, die träumen und die sich eine andere Welt wünschen, aber sie wissen und verstehen gar nicht, dass eine andere Welt bereits existiert, denn sie kennen die Welt außerhalb des bestehenden Systems noch nicht beziehungsweise die Welten außerhalb des Systems, in dem sie sich befinden durch ihre Gedankenwelt. Und wenn du dir dann einen Coach nimmst, der dir das bietet, was du dir vorstellen kannst, erreichst du nur das, was du dir vorstellen konntest, aber nicht das, was weit jenseits davon bereits existiert. Die Welt bietet bereits jetzt so viele Erfahrungen, da brauchst du gar nicht auf bessere Zeiten warten. Ein Coach gibt dir eine Richtung vor, ein Mentor erzählt dir von seinen Erfahrungen, ein guter spiritueller Lehrer will dir keine Richtung vorgeben, weil er es aus eigener Erfahrung besser weiß. Er will dir zeigen, wie du dich wieder an dir selbst orientieren kannst statt an den anderen. Es gibt ein erstaunliches Experiment dazu, das ist schon ein bisschen älter, das hat der Solomon Asch gemacht, das heißt auch Solomon-Asch-Experiment, das kannst du im Internet suchen. Menschen orientieren sich an anderen Menschen, weil sie nicht falsch liegen wollen, selbst dann, wenn sie ganz genau wissen, dass sie falsch liegen. Sie wollen sich an der Gemeinschaft orientieren und von der Anlage her ist das ja eine gute Sache und hilfreich und nützlich, aber dazu bedarf es einer Gemeinschaft und keiner Gesellschaft und dazu braucht es auch weise Führer. Die gibt es zur Zeit nicht beziehungsweise die sind in diesem System keine Führer. Das ist auch okay so. Wenn du dich an dir orientierst, dann wird dir ein weiser Führer keine Führung in dem Sinn geben, wie wir es gewohnt sind. Er wird dir lediglich eine Hilfestellung geben und dich dort hinführen, wo es dir sehr leicht fällt, dich an dir selbst zu orientieren und an sonst niemandem.