»Ein Sklave ist jemand, der darauf wartet, dass jemand kommt und ihn befreit« Ezra Pound Die meisten Menschen denken, die Sklaverei wurde abgeschafft. Ich habe schon öfter gesagt, dass sie für alle erweitert wurde. Das ging bei so vielen Menschen bisher aber nur als Angebot, das man aber zwingend erscheinen ließ, als müsste es sein und natürlich hat man es nicht als Sklaverei bezeichnet, sondern man hat gesagt: »So funktioniert die Wirtschaft halt.«, oder »So funktioniert das Geldsystem.«, oder sogar noch extremer »So ist die Welt halt.« Und man hat so getan, als gäbe es eine Welt unabhängig von den Menschen. Eine Welt, die so ist, an der man auch nichts ändern kann und als würde die unabhängig von den Menschen existieren. Diese Welt, also so wie es halt ist, existiert aber nicht ohne die Menschen und entsprechend existiert Sklaverei auch nur dann, wenn Menschen darauf warten, dass jemand kommt und sie befreit. Wir lieben diese Heldengeschichte und wir gehen davon aus, dass der Held ein anderer ist, dass also irgendwann ein großer Held kommt und uns befreit und das sind die Gedanken eines Sklaven oder die Wünsche und Hoffnungen eines Sklaven. Er denkt, die Welt ist so — also unabhängig von ihm —, als gäbe es eine Welt ohne ihn und als bräuchte er deshalb Hilfe von einem anderen. Das ist der Zustand von Sklaven und das ist der Zustand der Welt. Viele Menschen warten auf den Retter. Sie wollen es nicht selbst machen und sie wollen die Verbindung zwischen sich und der Welt nicht herstellen. Sie verweigern den Zusammenhang. Wenn ich diesen Zusammenhang verweigere, ist es nur konsequent, dass ich auch der Meinung bin, dass ich nichts verändern kann und dass es mit mir, so wie ich bin, gar nichts zu tun hat. Es ist ja die Welt da draußen, das bin ja nicht ich, hat mit mir nichts zu tun. Die Welt muss sich ändern. Ich möchte aber daraus auch keinen Stress für dich basteln, denn man könnte dann den Rückschluss ziehen: »Ah okay, dann muss ich mich ganz dringend ändern.« — aber das geht gar nicht, vor allem nicht mit dem Druck. Ich habe erlebt, der erste viel wesentlichere Schritt ist, dass es mir auffällt, nicht dass ich es sofort ändere. Die meisten Menschen wollen es ändern, bevor es ihnen vollkommen aufgefallen ist. Sie merken nur, da passt ihnen etwas nicht und dann gehen sie dagegen vor, dann wollen sie es hin manifestieren, weg manifestieren, irgendetwas machen, damit es wieder passt, aber sie haben noch gar nicht geschaut, was es eigentlich ist, was nicht passt. Sie haben es sich noch nicht einmal bewusst gemacht, worum es tatsächlich geht. Es ist aber essentiell wichtig, dass man sich das klar macht, denn ein Sklave, also jemand, der darauf wartet, dass jemand kommt und ihn befreit, bleibt auch dann einer, wenn es keinen Sklaventreiber mehr gibt, wenn es keinen Master mehr gibt, der ihn versklavt, denn er wartet auch dann immer noch auf jemanden, der ihn befreit.