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    6.10.2021AQ 1412
    »Nichts mehr zu wollen ist der Tod des Verstandes.«
    0:009:17
    Nichts mehr zu wollen ist der Tod des Verstandes. Es fällt uns aber sehr schwer, nichts mehr zu wollen. Ich kann das gerade üben, da in den letzten Tagen einige Audios ausgefallen sind, gestern auch das Internet. Ich will immer noch. Ich will es nachholen. Ich will es abarbeiten, nicht wirklich und es ist spannend zu sehen, ich will es nicht vom Herzen her, wenn man das so bezeichnen kann. Ich mag den Begriff eigentlich nicht, weil er sehr schwammig ist für mich. Ich kann dir aber sagen, woher der Impuls kommt. Der Impuls kommt nur und ausschließlich aus einem schlechten Gewissen und er ist nicht mit Freude verbunden und zwar vor allem dann nicht in dem Moment, wenn ich dran denke, dass ich sollte. Und das wird jetzt für mich selbst spannend zu beobachten, denn heute mache ich es das erste Mal wieder gerne beziehungsweise ich mache es wieder gerne und deswegen mache ich es. Die letzten Tage ging es nicht und es wird jetzt spannend zu beobachten, ob nach dem jetzt zum Beispiel noch ein paar ältere Audios entstehen. Das kann ich überhaupt nicht wissen und es geschieht im Moment. Das heißt, ich werde jetzt dann gleich zurückgehen in den Emails und schauen, welche Zitate in den letzten Tagen dran waren, dann werde ich schauen, ob eines dabei ist, das mir gefällt und dann werde ich eventuell einfach anfangen aufzunehmen und wenn etwas entsteht, werde ich es dann hochladen lassen oder wenn nichts entsteht, dann hole ich es nicht nach. Und so entstehen die Dinge natürlich, ohne dass ich will. Mein Verstand findet das nicht cool, der hätte das gerne anders. Und das ist ein Teil, den wir nicht gerne loslassen. Das fällt uns extrem schwer, erstens den zu erkennen und das Erkennen fällt uns deshalb so schwer, weil wenn wir ihn erkennen würden / könnten, dann wäre er ja enttarnt., dann wäre er ja entlarvt und es wäre auch klar, was es zu tun gibt beziehungsweise was es nicht zu tun gibt. Und diese Erkenntnis, diese Klarheit versucht er genau deshalb zu verhindern. Er wäre sonst überflüssig — genau in diesem Moment und ab diesem Moment — und deshalb macht er das, was er kann und das ist auch das Einzige, was er kann, nämlich dir Druck und Stress. Und wenn du diesem Druck und diesem Stress nicht mehr nachgibst, beginnt er zu sterben beziehungsweise er würde beginnen zu sterben und das will er ja nicht und deshalb wird er ab diesem Moment, ab dem du bereit bist, nichts mehr zu wollen, umso stärker und eindringlicher und vehementer und fordernder mit noch schlimmeren Zukunftsszenarien. Das ganze Ding mit der Spiritualität ist ganz nett, bis du es wirklich machst und bis du nicht nur schöne Worte hörst und schöne Worte sprichst, sondern bis du lebst, was hinter diesen Worten steht. Und zwar auch nicht als Friede, Freude, Eierkuchen, sondern in der Erkenntnis, wie hart es tatsächlich ist und wie trickreich sich dein Verstand selbst hinter spirituellen Worten und Gedanken versteckt. Sehr viele wollen das nicht wahrhaben, die wollen lieber so tun, als wären sie schon durch und hätten alles verstanden und den Meisten nehme ich es nicht ab. Es gibt einige, denen kann ich es aber auch gut abnehmen, weil ich fühle, dass sie es leben und weil sie bereit sind, ihren Verstand sterben zu lassen, indem sie nichts mehr wollen und zwar nicht nur einmal, sondern sehr oft und vor allem immer wieder dann, falls der Verstand erneut auftaucht. Es kann nämlich sein, dass es bestimmte Themen gibt, die scheinen erledigt und bearbeitet und als ob sie der Vergangenheit angehören würden und eines Tages kommen sie aus dem Hinterhalt und treffen dich vollkommen unvorbereitet und du denkst: »Scheiße, ich habe gedacht, mit dem bin ich durch. Das habe ich beendet.« Aber offensichtlich ist es noch nicht beendet und es trifft dich wieder unvorbereitet und hart und du willst es gar nicht wahrhaben, dein Verstand will es nicht zugeben und du musst wieder von vorne anfangen. Du bist wieder Anfänger. Und du musst wieder üben, nichts zu wollen, als wäre es das erste Mal, denn es ist das erste Mal. Das erste Mal auf einer tieferen Ebene, das erste Mal mit größerem Bewusstsein, jedes Mal wieder mit größerem Bewusstsein, jedes Mal wieder auf einer tieferen Ebene und trotzdem bleibt es herausfordernd und fühlt sich immer noch so an, als wärst du keinen Schritt weitergekommen. Bist du aber, er tut nur so. Und in diesem Sinn schaue ich jetzt, dass ich nichts mehr will und lese mir die Zitate von den letzten Tagen durch.