Deine Gedanken sind die Matrix. Die Gedanken, die du dir machst, haben nichts mit der Realität zu tun. Sie sind das, was man die Matrix nennt. Sie legen sich über die reale Welt und erschaffen somit eine zweite. Diese zweite Welt hat nicht mehr viel mit der ersten zu tun, aber es erscheint uns noch so, weil das, was wir sehen und hören, fühlen, riechen, schmecken noch das Gleiche ist und weil wir nicht realisieren, dass all das von und durch unsere Gedanken verzerrt wird. Eine der größten Verzerrungen findet statt, weil wir Angst vor einem Gefühl in der Zukunft haben und deshalb wollen wir bestimmte Gefühle in der Zukunft vermeiden, ohne dass wir jemals ausprobiert hätten, ob diese Gefühle tatsächlich kommen. Sie sind also in der Zukunft vorgestellt, aber fälschlicherweise, und lösen deshalb jetzt ein Gefühl aus, das ohne diese Gedanken gar nicht hier wäre. Aufgrund solcher Mechanismen trauen wir uns dann nicht, Dinge zu tun, die uns eigentlich gut tun, die wir schon lange tun wollen oder die uns einfach anziehen. Einfach ausgedrückt, Gedanken aus der Vergangenheit oder über die Zukunft versauen uns den Moment, der jetzt wirklich hier ist im Vergleich zu den Gedanken. Unsere Gedanken an Vergangenheit und Zukunft sind alle hypothetisch, aber genau das wollen wir nicht wahrhaben, weil wir mit diesen Gedanken identifiziert sind. Wir halten sie für uns selbst. Wir denken, wir seien unsere Vergangenheit und wir müssten unsere Zukunft steuern und beherrschen. Je mehr Gedanken wir ansammeln, desto schwieriger wird es, aus dieser Matrix wieder herauszufinden und alle Gedanken sammeln wir nur an, um Schmerzen zu vermeiden. Diese Schmerzen würden auftauchen, wenn wir weniger oder überhaupt nicht mehr denken würden. Jeder Gedanke ist eine Schmerzvermeidungsstrategie unseres Verstandes. Jeder Gedanke legt eine Matrix über unsere Schmerzen, die wir lieber verdrängen, als uns mit ihnen zu konfrontieren, weil wir glauben, das würden wir nicht aushalten oder sogar nicht überleben. Gedanken sind also Schutzmechanismen aus unserer Kindheit. Die waren sinnvoll und notwendig und unser Job, um erwachsen zu werden, ist es, das zu erkennen und diese Vermeidungsstrategien wieder abzulegen, um in unseren ursprünglichen Zustand zurückzukommen. Damit tut sich unser Verstand aber extrem schwer, denn er organisiert Gedankenspiralen, nicht endende Gedankenkarusselle und er verwertet alles, womit du ihn fütterst. Er kann sogar Spiritualität für sich nutzen. Er kann aus der Spiritualität eine weitere Matrix kreieren. Diese Sätze, die man sich dann selbst sagt, sind zwar alle inhaltlich vollkommen richtig, aber wir verwenden sie falsch. Wir verwenden sie falsch, weil wir sie mit der falschen Absicht verwenden. Die Matrix ist eben, eine weitere Matrix aufzubauen oder die bestehende Matrix aufrechtzuerhalten und ursprünglich gesagt wurden diese Sätze, um deine Matrix einstürzen zu lassen. Je mehr du deine Gedanken ignorierst, desto mehr kommst du in die ursprüngliche, in die echte Welt zurück.