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    11.8.2021AQ 1357
    »Wenn dein Gefühl nicht mehr dein Gegner ist, dann gibt es da draußen keine Feinde mehr.«
    0:009:45
    Wenn dein Gefühl nicht mehr dein Gegner ist, dann gibt es da draußen keine Feinde mehr. Oder umgekehrt: Solange unsere Gefühle unsere Gegner sind, treffen wir die Feinde auch außerhalb von uns. Wenn du starke Gefühle hast und sie nicht fühlen willst, dann erschaffst du dir Gegner im außen. Wenn dein Gefühl kein Problem mehr für dich ist, dann sind da draußen auch keine Gegner mehr. Wir kennen so viele Zitate zu diesem Thema. Wir sagen zum Beispiel: »Wie innen, so außen.« Aber wir verstehen nicht wirklich, was damit gemeint ist. Wir denken, wir tragen irgendwelche Feinde in uns oder die Idee von Feinden und dann fragen wir uns: »Oh, wie habe ich das jetzt manifestiert? Und welche Projektion ist das jetzt? Und wieso ist der jetzt mein Spiegel?« Wir sprechen dann ganz spirituell und benutzen auch die richtigen spirituellen Begriffe. Wir wissen dann von den Spiegeln außerhalb von uns oder von den Menschen, die uns nur spiegeln. Aber wir wissen gar nicht, was sie da spiegeln und warum. Und wir verwenden neue Worte für alte Probleme. Und unser altes Problem ist immer noch, dass wir das alles nur sagen, weil wir es dringend loswerden wollen — den Feind außerhalb von uns und alle unsere Gefühle dazu. »Ha Stefan, warum spiegeln mich die Menschen? Warum sind die so zu mir? Steht es mir auf der Stirn geschrieben?« »Nein!«, aber deine Gefühle verraten dich. Deine ungeliebten Gefühle, deine ungefühlten Gefühle senden eine Schwingung aus, die die richtigen falschen Menschen anzieht und das Schöne dabei ist, es gibt kein Hokuspokus und es gibt keine Abkürzung. Es bleibt dir nichts anderes übrig, als diese Gefühle endlich zu fühlen, so wie sie in deinem Körper wirklich sind. Eine Menge Menschen rennen zur Zeit noch dem Manifestations-Wunsch hinterher und sie realisieren nicht, dass jeder ihrer Wünsche nur im Widerstand zu einem Gefühl entsteht, nur im Widerstand zu dem, wie es jetzt gerade tatsächlich ist. Und das Gefühl, das der jetzige Moment auslöst, wollen wir unter keinen Umständen fühlen und deshalb entwickeln wir Wünsche, die uns von diesem Moment weg bringen — aber nicht in der Zukunft, sondern jetzt gerade. In dem Moment, in dem ich das Gefühl nicht fühlen will, entwickle ich einen Wunsch für die Zukunft, an den ich jetzt denken kann und mit dem ich jetzt dann doch wieder leide, weil er trifft ja nicht so schnell ein, wie ich es gerne hätte. Und wenn dieses Gefühl nicht mehr dein Gegner ist, ändert das alles, denn dann muss sich nichts mehr ändern. Und der Verstand kriegt das nicht auf die Reihe. Der dreht durch bei solchen Sätzen. Der kann das einfach nicht begreifen. Und das ist gut so. Denn du musst diesen Weg ohne deinen Verstand gehen. Du musst ihn am Wegrand stehen lassen und dich von ihm verabschieden und sagen: «Ciao, mache es gut, ich gehe jetzt trotzdem! Du zeterst zwar und du hälst mich für verrückt, aber ich mache das jetzt. Ich beginne alle meine Körperempfindungen so zu fühlen, wie sie wirklich sind. Und wenn du als Kommentator am Wegrand stehst, dann werde ich dich ab sofort ignorieren.« Weder dir noch deinem Verstand kann etwas Besseres passieren. Es ist das Beste, was dir passieren kann, denn du befreist dich dadurch Schritt für Schritt von deinem Verstand. Und dein Verstand kann endlich das machen, was er gut kann. Im Moment Dinge berechnen, im Moment auch etwas planen, sich etwas merken. Aber du brauchst ihn nicht mehr für die Vergangenheit oder für die Zukunft. Und alles, was er dir darüber erzählt, vor allem wenn er dir — egal auf welche Art und Weise — Angst macht, kannst und musst du ignorieren. Und wenn Angst in deinem Körper fühlbar ist, dann fühlst du die Angst und ignorierst die Gedanken. Dadurch werden deine Feinde wie Eis in der Sommersonne schmelzen. Du wirst irgendwann niemanden mehr finden, der dir nicht wohlgesonnen ist oder dem du nicht wohlgesonnen bist. Und das kann ein paar Jahre dauern, das ist kein Problem. Du hast ja Zeit. Niemand von uns hat in diesem Leben noch irgendetwas vor, was wichtiger ist als das. Du kannst nebenbei alles Mögliche und Unmögliche machen — eine Ausbildung, einen Job, Sport, Freizeit, Party, Rückzug —, du kannst alles machen, das ist vollkommen egal. Dein Weg und dein Fokus gehen nach innen — auf das Gefühl, das du jetzt gerade nicht fühlen willst. Immer und immer und immer wieder. Es gibt davon kein Ende.