Nachrichten werden nicht für dich geschrieben, sondern gegen dich. Viele Menschen glauben Folgendes: »Nachrichten bringen dir Information.« Richtig müsste dieser Satz heißen: »Nachrichten bringen DICH Information.« Und nein, das ist kein Grammatikfehler; Sie bringen dich in Formation. Sie werden nicht für dich geschrieben, um dich zu informieren, sondern sie werden geschrieben, um dir Angst zu machen und dich innerhalb der Gesellschaft gefangen zu halten. Gesellschaft ist dabei die Formation, die In-Formation. Das bedeutet, durch die Information wird gesteuert, was in der Gesellschaft gerade als adäquat, normal, vernünftig, moralisch wertvoll und so weiter gilt. Im Idealfall glaubst du kein einziges Wort einer Nachricht. Nachrichten und Informationen sind die einzige Möglichkeit, dich zu steuern, dich von außen zu steuern, denn sie lenken dich von dir ab. Sie bringen dich weg von deinem Gefühl. Informierte Menschen sind Menschen, die in die Formation passen. Wenn du nicht informiert bist, passt du also auch nicht in die Formation. Die Information ist also die einzige Möglichkeit, dich in die Formation einzufügen oder gar hineinzupressen. Wenn du außerhalb dieser Formation existierst, eröffnet sich dir ein Paralleluniversum. Und zwar das Paralleluniversum, im Idealfall ohne Information oder zumindest mit einer anderen Information, vor allem aber passt du nicht mehr dazu. Du wirst auch gar nicht mehr wahrgenommen als nicht dazu passend. Das passiert dir nur, solange du die Gegeninformation bekommst, die ebenfalls mit Angst arbeitet. Mit Angst kannst du kein Paralleluniversum betreten, mit Angst kannst du kein Portal öffnen, mit Angst bist du in der Formation. Angst ist die einzige Möglichkeit, dich in dieser Formation gefangen zu halten. Deshalb musst du sehr genau hinschauen, welche Informationen du aufnimmst und auch welche gegenteiligen Informationen du an dich heranlässt. Meistens haben auch die Gegeninformationen mit Angst zu tun. Und das ist die große Schwierigkeit, denn so verständlich das ist und so gut das jeder von uns nachvollziehen kann, so kontraproduktiv ist es, weil es einfach nichts anderes ist in seiner Essenz. Es ist im Kern die gleiche Angst. Und wir gehen alle mit dieser Angst in Resonanz, weil wir es so kennen, weil wir es gewohnt sind. Wir können es uns immer noch nicht vorstellen, dass wir wirklich Alchemisten sind, die diese Welt verändern können, aber nicht auf der Basis, die uns beigebracht wurde, sondern auf der innersten Basis. Und mit Angst ist es auch sehr schwer nachzuvollziehen. Die beste Möglichkeit, die richtigen Informationen auszuwählen ist, dir den Menschen anzuschauen, der sie transportiert und dich in sein Leben, in seine Situation hineinzuversetzen. Wenn du dir vorstellst: Wie geht es dir, wenn du er’ bist, wenn du in seine Fußstapfen trittst, wenn du das machst, was er macht? Wie fühlt sich das an? Wie fühlt sich das an, was er sagt? Wie sagt er es? Hast du das Gefühl, er glaubt selbst daran? Macht er das und glaubt er das, weil er es muss oder ist er wirklich überzeugt? Geht er selbst dafür den Weg des geringsten Widerstandes? Hat er sich angepasst, um diesen Job zu bekommen? Dürfte er auch eine andere Nachricht überbringen oder wär er seinen Job dann los? Wir haben jetzt eine der wunderbarsten, unfassbarsten, größten Möglichkeiten, unsere Angst und unser Verhältnis zur Angst in der tiefsten Tiefe zu untersuchen. Wovor haben wir Angst? Und warum lassen wir zu, dass wir mit Information in Formation gebracht werden?