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    30.6.2021AQ 1314
    »An der Grenze deiner Programmierung geschieht Transformation.«
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    An der Grenze deiner Programmierung geschieht Transformation. Überschreite diese Grenze! Experimentiere mit dieser Grenze! Fordere diese Grenze heraus! Das ist keine körperliche Grenze und auch nichts Gefährliches. Nicht gefährlich im Sinn von kein Risiko-Ding wie zum Beispiel Bungee Jumpen. Kann natürlich auch sein, aber im Wesentlichen geht es um was anderes. Im Wesentlichen geht es um deine mentale, um deine geistige Grenze. Und diese geistige Grenze sind oft Bereiche, die dir gar nicht klar sind, weil sie für dich total selbstverständlich so sind, wie sie sind. Diese Grenzen existieren vor allem im Bereich von sogenannter Moral und Ethik, gesellschaftlichem Konsens, in dem was du für normal hältst, was du für richtig hältst und was du für falsch hältst. Dir ist in diesen Bereichen gar nicht klar, dass es Menschen gibt, die selbstverständlich vom Gegenteil ausgehen und das auch für gut und richtig und sogar für moralisch halten. Wenn wir uns weiten wollen, wenn wir unser Bewusstsein erweitern und auch unser Herz erweitern wollen, dann müssen wir diese Grenzen herausfordern. Nicht als Rebellen für oder gegen andere und noch nicht mal als Rebellen wegen anderen, sondern nur als Rebellion gegen unsere Programmierung. Um unsere Programmierung herauszufordern und zu schauen, zu beobachten, herauszufinden, was passiert, wenn ich es nicht so mache, wie ich es für normal, richtig, anständig, ethisch, moralisch, richtig und so weiter halte. Was passiert, wenn ich meinem Verstand nicht folge? Das bedeutet nicht, dass du es grundsätzlich anders machen musst, es bedeutet nicht, dass du dein Denken umstellst, also dass du sagst: »Ab sofort mache ich es immer anders.« Das, was sich verändert, ist nicht die Tat. Die kann sich auch verändern, aber die wesentliche Veränderung findet in dir statt, indem du merkst, du machst es anders und es entsteht daraus etwas, was nicht das ist, was dir dein Verstand prophezeit hat. Es geht dabei wirklich nur um dich und es geht dabei nur um dein Experiment für dich. Du brauchst es niemand sagen, dass du das machst, du brauchst nicht damit prahlen, dass du es machst. Es ist nicht relevant, was andere dazu sagen, ob das andere für gut und richtig halten. Es geht dabei wirklich nur um dich und deine innere Welt und um deren Beobachtung. Denn je mehr du beobachten kannst, je unidentifizierter du mit deinen Experimenten bist, desto größer wird dein Bewusstsein. Und nur durch die Überschreitung dieser Grenze deiner Programmierung entdeckst du die Grenze überhaupt, die ist dir vorher gar nicht klar. Und es ist natürlich auch keine echte Grenze, das ist eine vorgestellte, eine rein imaginäre Grenze, die du für dich irgendwann mal festgelegt hast, vollkommen egal aus welchen Gründen, warum, wie lang das her ist, wer schuld daran ist — alles nicht relevant. Es geht nur darum, dass du für dich herausfindest, wo diese Grenze ist und dass du dann damit experimentierst und zwar indem du jeden Gedanken, der aufkommt, ignorierst. Jeder Gedanke, der dir sagt: »Das ist falsch, dass du über diese Grenze gehst. Das ist ein Fehler. Du machst den größten Fehler deines Lebens. Es ist furchtbar. Es ist schlimm.« Diese Gedanken wollen dich davon abhalten, diese Grenze kennenzulernen und zu erkunden und zu erfahren, was jenseits dieser Grenze ist. Das Verrückte ist, da ist nämlich gar nichts. Aber das musst du selbst herausfinden. Das bringt nichts, wenn du das theoretisch verstanden hast oder wenn du die Worte wiederholst. Du bist schon immer frei, denn die Grenzen existieren wirklich nur in deinem Kopf und sie sind alle vorgestellt. Es sind Ideen. Ideen, die davon ausgehen, dass jenseits dieser Grenze etwas Blödes, Schlimmes oder sogar Furchtbares ist und das ist nicht der Fall. Und diese vorgestellten Grenzen halten dich aber in deinem Konstrukt aufrecht, in deiner Programmierung und es geht nicht darum, aus dieser Programmierung auszubrechen, um besser zu werden und größer und bedeutender, ganz im Gegenteil es geht darum auszubrechen, um die Banalität zu entdecken, die vollkommen normal, aber auch vollkommen frei ist, frei von Gedanken, frei von Urteilen, frei von Programmen, frei von Vorstellungen, auch frei von moralischen Vorstellungen. Und es bedeutet eben nicht, dass du keine moralischen Werte hast, aber die sind nicht mehr als Ideen in dir abgespeichert, nicht mehr als Programme, die existieren in dir als Intuition. Und die findest du erst, wenn du die Grenze deiner Programmierung einige Male, einige viele Male überschreitest.