Dein Leben ist bereits die Meditation. Viele Menschen machen den Fehler, dass sie ihr Leben aufteilen in Spiritualität und normales Leben, in Zeit für Spiritualität und keine Zeit für Spiritualität. Dieses Zitat ist natürlich nicht gegen Meditation gerichtet, sondern es ist so gedacht, dass dein ganzes Leben zur Meditation wird. Wenn du spirituell sein willst, meditierst du eine halbe Stunde am Tag, dein Leben bietet dir aber die Möglichkeit zur Dauermeditation, denn ständig erlebst du etwas, fühlst du etwas, denkst du etwas dazu, deine Programme springen an und du denkst noch mehr, deine Programme springen an und du handelst, ohne es zu merken. Du hast also über einen Tag verteilt unzählige Möglichkeiten für Spiritualität und für Meditation. Wenn wir das Leben einteilen in Spiritualität und sonstiges, dann nehmen wir uns Zeit für die Meditation am Morgen, eine halbe Stunde, und dann gehen wir ins Leben und vergessen die Meditation, vergessen, dass jeder Moment die Möglichkeit für Meditation beinhaltet. Natürlich gelingt uns das nicht immer, aber allein die Möglichkeit zu sehen, ist schon enorm, denn dann unterteilst du dein Leben nicht mehr in zwei verschiedene Welten, die sowieso nicht existieren. Und du erkennst in jedem Moment die Möglichkeit, zumindest die Möglichkeit innezuhalten, nach innen zu gehen, zu fühlen, was gerade da ist oder zumindest deine Aufmerksamkeit von deinen Gedanken abzuziehen, auf etwas anderes zu richten als auf deine Gedanken und auf deine automatischen Handlungen. Das ist natürlich nicht leicht, ganz im Gegenteil, aber je öfter du das übst, desto mehr wird es etwas Automatisches, etwas, was du selbstverständlich machst, statt dich daran erinnern zu müssen. Und dann ist Meditation nichts, was eine perfekte Körperhaltung benötigt, nichts was auch nur annähernd noch irgendetwas mit etwas außerhalb von dir zu tun hat, mit anderen Menschen oder auch nicht mit deinen Wünschen, denn auch die sind, obwohl in dir gedacht, außerhalb von dir. Wenn dein Leben zur Meditation wird, brauchst du keine extra Zeit mehr für Meditation, weil du nicht mehr abgelenkt bist von deinem Inneren. Du kannst natürlich trotzdem meditieren, aber du kannst die Meditation eben immer bei dir haben. Und die Methode, die mir am meisten und auch als einzige wirklich geholfen hat, war die Erinnerung, statt zu denken, meine Körperempfindung zu fühlen und zu üben, jeden Gedanken, der aufkommt währenddessen zu ignorieren. Spiritualität ist weder modern noch hip, noch etwas von deinem Leben Getrenntes. Es ist nicht das, was man dir verkauft, was sich immer gut anfühlt, es ist etwas vollkommen anderes. Es ist auch eine Entwicklung, die du noch nicht einmal machen kannst. Es ist pure Gnade, wenn sich etwas verändert, wenn du zum Beispiel deinen Lehrer findest. Es ist pure Gnade, wenn du deinem Guru begegnest und es ist auch pure Gnade, wenn du die Methode findest, die dein Leben zu der Meditation macht, die es bereits ist.