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    23.6.2021AQ 1307
    »Die Welt wird nie stabil sein.«
    0:0011:29
    Die Welt wird nie stabil sein. Sie stabilisiert sich nur in dir. All unser Handeln ist getrieben von dem Wunsch, eine stabile Welt zu erschaffen. Eine stabile Welt außerhalb von uns. Eine stabile Welt außerhalb von uns ist aber unmöglich, wenn sie unser erstes Ziel ist. Die stabile Welt außerhalb von uns wäre und ist ein Umweg, denn wir können nicht alle außerhalb von uns synchronisieren. Jeder darf und soll und muss seinen eigenen Weg gehen dürfen. Diese äußere Welt wird also nie stabil sein, aber wir können sie in uns entdecken, sie war nämlich nie weg. Sie wurde nur überschattet und kaschiert von den Turbulenzen unseres Lebens, von unserem gelebten Trauma. Trauma ist kein Phänomen, das einige wenige Menschen betrifft, wir leben in einer traumatisierten Welt. Trauma ist dabei das prägende Element aller Machtstrukturen. Besser gesagt alle Machtstrukturen, die jetzt existieren, sind nur durch Trauma aufrechtzuerhalten und zwar sowohl bei denjenigen, die Macht ausüben, als auch bei denen, die von Machtausübung betroffen sind. Die allermeisten Menschen haben beide Rollen inne, das bedeutet, sie sind Betroffene von Machtausübung eines Mächtigeren, der über ihnen steht, und sie sind die Mächtigen, die über anderen oder mindestens einem anderen stehen. Wir reichen unser Trauma nur weiter. Niemand macht das vollkommen bewusst. Dieses Trauma ist Voraussetzung in den mächtigsten Kreisen und dieses Trauma ist Voraussetzung bei allen anderen. Ohne Trauma bist du unregierbar. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass du ein Rebell bist, der absolut keine Regeln befolgt, sondern es bedeutet, dass du deiner eigenen Intuition folgst. Trauma verunmöglicht das, denn Trauma ist eine Programmierung. Es ist die Verdrängung von Gefühlen durch eine automatische Reaktion im Geist und im Handeln. Durch diese Programmierung fühlt sich deine innere Welt nicht stabil an und diese gefühlte Instabilität musst du außerhalb von dir erleben. Du projizierst sie vollkommen unbewusst auf die Welt außerhalb von dir und das ist kein Vorwurf, sondern nur die Beschreibung eines Mechanismus. Es ist auch nicht schlimm in dem Sinn, dass man es dir vorwerfen könnte, es ist nur so, dass du es erkennen kannst, wenn du willst, wenn du bereit bist. Ab diesem Zeitpunkt beginnt das größte Abenteuer deines Lebens. Nichts wird bleiben, wie es einmal war. Alles wird sich verändern, selbst wenn sich außerhalb absolut nichts verändert. Du wirst eine neue Welt entdecken. In dir. Und nur dadurch verändert sich deine äußere Welt, ohne dass sie sich verändern muss. Dieser Weg steht dir offen. Der Wunsch nach einer äußeren veränderten Welt kann auch in Erfüllung gehen, aber der Kampf nur dafür, ohne bei dir innen zu schauen, ist nicht nur sehr mühselig, sondern ohne deine innere Veränderung vollkommen sinnlos, weil du deine innere Welt, die sich nicht verändert und einfach stehen bleibt, weiterhin nach außen projizieren wirst. Und selbst wenn du es schaffst, dass sich die äußere Welt verändert, wird es sich anfühlen in dir, als hätte sich gar nichts verändert. Und genau das ist das Problem unseres äußeren Kampfes und auch der äußeren Veränderung. Sie hat absolut keinen Wert, wenn wir die innere Veränderung nicht vorher angehen. Und sie wird sich vollkommen von selbst erledigen, wenn die innere Veränderung stattgefunden hat. Absolut magisch und vollkommen ohne Kampf und ohne auch nur einen einzigen Menschen zu irgendetwas überreden oder von irgendetwas überzeugen zu müssen. Wenn sich die Welt in dir stabilisiert, gibt es keinen Grund mehr, nach außen zu schauen.