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    21.6.2021AQ 1306
    »Dein Ego ist auf Körperebene gespeichert.«
    0:006:49
    Dein Ego ist auf Körperebene gespeichert. Die meisten meinen mit Ego ein Verhalten in Kombination mit einem bestimmten Denken. Also sie gehen davon aus, weil sie das Verhalten eines Menschen beobachten können, könnten sie auf sein Ego zurückschließen oder rückschließen. Sie glauben, dass sie das erstens beobachten können und richtig analysieren und sie glauben auch, dass es davon abhängt, was jemand sagt, also dass man anhand eines Gespräches und anhand der Meinung eines Menschen herausfinden könnte, wie dessen Ego strukturiert sei. Und das ist ein großer Trugschluss und ein großes Missverständnis. Unser Ego wirkt sich erst im zweiten Schritt auf der mentalen Ebene aus. In erster Linie ist unser Ego als Körperempfindung in uns abgespeichert und auf diese Körperempfindung denken wir, reagieren zu müssen. Sobald wir bestimmte Körperempfindungen fühlen, glauben wir, es seien Gedanken und Reaktionen notwendig und zwar um einen ganz einfachen Effekt zu erreichen, nämlich diese Körperempfindung nicht mehr fühlen zu müssen. Das bedeutet, dass die meisten nur die Reaktion auf unser Ego wahrnehmen und dass sie auch nur über die Reaktionen auf unser Ego diskutieren oder streiten, erklären. Sie sprechen nicht vom Ego selbst, weil sie es noch nie beobachtet haben, weder bei sich noch bei andern. Bei andern ist klar, da geht das gar nicht, denn ich weiß nicht, was und wo du gerade etwas fühlst und deswegen ist es auch nicht mein Job, wo das Ego der anderen gerade am Wirken ist, sondern wo es sich bei mir ausdrückt und wo ich es fühle. Und erst wenn man das bei sich gemacht hat, kann man überhaupt beginnen, darüber zu sprechen. Vorher macht es überhaupt keinen Sinn, weil man nur philosophiert über potentiell existierende Dinge, von denen man gar nichts weiß. Und man spricht dann auch innerhalb seiner eigenen Programmierung vom Ego der anderen dort, wo es einem auffällt und dort, wo einem das Ego der anderen auffällt, muss es gar nicht sein. Das kann unser eigenes Ego sein, dem das auffällt. Denn das Ego der anderen ist nicht dort, wo es uns weh tut. Dort, wo es uns weh tut, ist unser Ego. Deshalb kann mir mein Ego eigentlich viel, viel leichter auffallen als das Ego der anderen. Und es ist ja auch gar nicht notwendig, dass mir das Ego der anderen auffällt, wenn mir meines auffällt, denn dann bin ich bereit und in der Lage, meine eigenen Schmerzen zu fühlen und genau hinzuschauen, warum ich reagiere, welche Körperempfindungen damit verbunden sind. Körperempfindungen, die ich unterdrücken möchte. Wenn du das tust, passiert etwas Erstaunliches. Es muss nicht unbedingt sein, dass dein Ego komplett verschwindet. Das ist gar nicht so wesentlich. Aber es verschwindet der Bedarf, das Ego der anderen zu finden, weil du jetzt mit dir beschäftigt bist und das reicht vollkommen aus.