Es gibt nichts zu tun.

Die meisten Menschen können sich Entspannung gar nicht vorstellen, weil Entspannung nicht im Kopf stattfindet, obwohl sie als allererstes im Kopf stattfindet.

Dazu musst du etwas verstehen, das für dein Leben wesentlich ist, du dir aber nicht vorstellen kannst, weil du seit deiner frühesten Kindheit gegenteilig programmiert wurdest:

Es gibt nichts zu tun!

Alles, was du tust, tust du freiwillig!

Bitte lies das noch einmal:

Alles, was du tust, tust du auf vollkommen freiwilliger Basis. Du musst es nicht tun. Du denkst nur, dass du es tun musst.

Alles, was du tust, ist eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

Du beschäftigst dich … womit, das ist deine Entscheidung.

Solange du denkst, es gäbe äußere Umstände, die dich zu etwas zwingen, hast du die tiefe Wahrheit deiner Kindheit verdrängt:

Du bist hier, um zu spielen und es gibt in deinem Leben überhaupt nichts Wichtiges zu tun.

Du musst noch nicht einmal etwas tun, um zu überleben, denn du überlebst das hier sowieso alles. Ganz egal wie.

Wenn du dich reinsteigerst, dann nur, weil du es gewählt hast.

Wenn du dich stresst, dann nur, weil du es gewählt hast.

Wenn du Vollgas gibst, dann nur, weil es deine Wahl ist.

Wenn du genervt bist, dann nur, weil du dich damit beschäftigen willst und weil du erfahren willst, wie es ist, genervt zu sein.

“Es gibt nichts zu tun.” ist einer der krassesten, deprogrammierendsten Sätze, die du jemals hören, dir selbst sagen und anschließend leben kannst.

Falls du denkst, dass du deshalb untätig sein wirst, hat dein Verstand schon wieder das Ruder übernommen, bevor du es tiefer sinken hast lassen.

“Es gibt nichts zu tun.” bedeutet eben nicht, dass du untätig wirst. Untätigkeit kann ein größerer Teil deines Lebens werden, ist aber nicht die Essenz dieses Satzes.

Die Essenz ist dein ständiges Bewusstsein darüber, dass es nichts zu tun gibt, dass du alles freiwillig machst, dass du dich mit nichts stressen musst und dass dich niemand stressen kann, außer du dich selbst.

Du tust dir das selbst an.

Inhaliere diesen wertvollsten Satz deines Lebens:

Es gibt nichts zu tun!

Er bedeutet nicht, dass du jetzt ein Hippie bist.

Das ist keine “Leck mich am Arsch”-Haltung. Es ist die wichtigste Erkenntnis deines Lebens, dass du nichts unfreiwillig tust.

Du tust alles freiwillig.

Man hat dir nur erzählt, es gäbe äußere Zwänge. Du hast das geglaubt. Und seitdem du das glaubst, denkst du, du müsstest Dinge tun, die dir keinen Spaß machen, die dir nicht gefallen und die dir nicht entsprechen.

Du bist auf einen Taschenspielertrick hereingefallen:

Man hat es dir oft genug gesagt und man hat dich oft genug emotional oder körperlich bestraft, wenn du es nicht glauben wolltest.

So funktioniert Konditionierung.

Man hat es oft genug wiederholt … so oft, bis du es geglaubt hast.

Einstein wusste, dass es zwei Möglichkeiten gibt, das Leben zu sehen:

So, als wäre nichts ein Wunder oder so, als wäre alles ein Wunder.

Die meisten Erwachsenen sehen das Leben aus dem Verstand. Das ist die Anti-Wundersicht. Man hat dir diese Anti-Wundersicht beigebracht. Das ist nicht dein natürlicher Zustand. Das ist anerzogen.

Die meisten Menschen können das Leben nicht mehr als Wunder begreifen und sehen.

Sie versuchen, alles in vorgefertigte Vorstellungen und Systeme zu pressen.

Das widerspricht der Wundersicht komplett.

Ein Wunder wird einen festgefahrenen Verstand immer irritieren und aufregen. Wunder halten sich nicht an Vorgaben, sie passen nicht in Normen, sonst wären sie keine. Wunder sind kreativ und spontan. Genau wie dein Leben, das ein einziges abgefahrenes Wunder ist.

Kinder kommen als unschuldige Wunder hierher und fordern ihre Eltern und alle anderen Erwachsenen damit heraus, das Leben wieder als Wunder zu sehen.

Die meisten Eltern denken dagegen, sie müssten den Kindern die Welt erklären. Sie meinen damit ihre Welt, wie sie in ihrem Kopft existiert und in der sie auch nur in ihrem Kopf leben. Nur deshalb erleben sie die Welt genau so, wie sie für sie ist: schwer, anstrengend, stressig, im Mangel und unentspannt. Sie können die Kinder nicht als Chance und neue Orientierungsmöglichkeit erkennen. Sie denken, sie müssen ihnen helfen, in die Welt hineinzuwachsen, in der sie in ihrem Kopf leben. Und sie verstehen nicht, dass ihre Kinder (noch) nicht in ihrer Welt leben und auch niemals in ihrer Welt leben müssten, wenn sie sie nicht dazu zwingen würden.

Die Kinder, die sich nicht anpassen (lassen), sind dann “schwierige Kinder”.

Als Kind bist du auf die älteste Lüge der Menschheit hereingefallen.

Es ist an der Zeit, diese Lüge aufzudecken, dich aufzurichten, dir den Staub von den Klamotten zu klopfen und deinen Kopf zu leeren, bis er wieder frei ist. Frei, um von deinem Leben gefüllt zu werden, statt von den Vorstellungen anderer.

Es hat keinen Wert, wenn du mit diesem Satz “Es gibt nichts zu tun.” im Widerstand bist. Es hat aber auch keinen Wert, wenn du ihn rational verstehst.

Du musst erkennen, dass er die pure Wahrheit ist, die dir niemand sagen muss, weil du es schon immer wusstest.

Du wusstest es, seitdem du hier bist.

Entspann dich und erkenne, dass es nichts zu tun gibt.

Lebe und sei tätig im Zustand der Erkenntnis, dass es nichts zu tun gibt.

Niemals.

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Ein Kommentar, sei der nächste!

  1. Es gibt nichts zu tun!

    Meine Eltern zeigen kaum Gefühle und zwischen uns 4 Kindern und ihnen und untereinander ist kaum/keine positive emotionale Verbindung.

    Ich lebe über 600 km woanders als sie alle und Kontakt zu allen geht fast nur von mir aus. Vor allem meine Eltern tun mir total leid, weil sie in meinen Augen, mit meiner Bewertung, kein erfülltes Leben haben. Ich spüre, dass ihnen mein Kontakt zu ihnen guttut, mir aber oft der Kontakt zu ihnen nicht.

    Irgendwie bringe ich es nicht übers Herz, nur meiner Freude zu folgen und/oder eben nichts zu tun. Wenn ich mich abwende, was bleibt ihnen dann noch? Und ich weiß, dass ich am stärksten bin in der Familie. Wahrscheinlich war das schon immer so und deswegen habe ich jetzt dieses riesen Paket auf meinem Rücken, was ich so schwer losbekomme …

    Mit meinen 3 Kindern will ich es “ganz anders machen”, weil ich ihnen diesen Schmerz ersparen will, weil ICH doch DIE VERANTWORTUNG für sie habe.
    Leider klappt das oft gar nicht gut. Ich bin genervt, überfordert und habe keine Lust mit ihnen im Kontakt zu sein. Oder wenn mir danach ist, haben die keine Lust. Obwohl ich viel freier geworden bin, setze ich mich immer noch total unter Druck.

    Unsere zweiter Sohn ist nicht so gerne im Kontakt und wenn, dann nur wenn er etwas braucht. Er ist viel für sich am Handy, Lego bauen, …. Mich schmerzt seine Haltung sehr und lange dachte ich, ich muss etwas tun, um ihn zu ändern, ihn sozialer machen sonst verarmt er. Dabei hat er ja kein Problem damit – sondern ich!

    Unsere kleine Tochter ist gerne im Kontakt und das zusammensein mit ihr tut mir meist gut. Sie “muss” ich nicht verändern, damit es mir gut geht.

    Da sitz ich jetzt mit meinen Erkenntnissen und für den Moment tut es mir total gut, einfach klar zu sehen wie es ist.

    Es gibt nichts zu tun!

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