Die größte Katastrophe liegt bereits hinter dir.

Die größte Katastrophe liegt bereits hinter dir.

Ich hatte mein ganzes Leben Angst vor Krisen und Katastrophen – bis ich erkannt habe, dass die größte Katastrophe meines Lebens nicht vor, sondern bereits hinter mir liegt:

Dein Leben hat mit einem Wunder begonnen und du bist als unschuldiges, kreatives Genie auf diese Welt gekommen. Du warst voller Neugier und bereit, eine einmalige Spur zu hinterlassen.

Während unserer Kindheit haben wir uns klein machen lassen und uns anschließend selbst klein gemacht.

Wir haben uns schlicht und ergreifend aus den Augen verloren und uns selbst zu Kritikern, Kommentatoren und Stümpern degradiert, die lieber andere klein reden, statt selbst mitten in unserem Feuer zu stehen und das zu tun, wozu wir hier sind: voll und ganz leben!

Wir haben vergessen, wer wir sind.

Und da sitzen wir nun und haben Angst vor der kommenden Katastrophe, damit wir die vergangene Katastrophe, die bereits hinter jedem einzelnen von uns liegt, nicht sehen müssen.

Dabei ist die Katastrophe an sich gar nicht schlimm. Was uns abhält, ist die Verdrängung der Katastrophe. Wir tun so, als wäre nichts passiert und geben die Katastrophe dadurch an unsere Kinder weiter.

Unser Job ist es aber, unsere tatsächlich existierende Krise wahrzunehmen und den Weg heraus zu finden, indem wir uns selbst erkennen.

Du brauchst also nicht länger nach einer bedrohlichen Katastrophe in der Zukunft zu suchen. Du bist bereits mittendrin sie zu meistern!

Das wird einfacher, wenn du ein Prinzip erkennst, das besonders im politischen Bereich oft Erwähnung findet:

“Teile und herrsche!”

Während viele denken, dass es andere sind, die das auf dich anwenden, um dich von anderen abzuspalten, machst du es in Wahrheit als allererstes mit dir selbst.

“Teile und herrsche!” ist nämlich das Funktionsprinzip deines Verstandes. Dein Verstand teilt ein in “gut” und “böse”, in “richtig” und “falsch” und in “ich” und “die anderen”.

Nur durch dieses Prinzip wird dein Ego überhaupt möglich.

Für deine jetzige Erkenntnis und dein Wachstum ist dein Ego sogar wichtig.

Wärst du aus deinem ursprünglichen Zustand durch Teilung und Abspaltung nicht herausgefallen bzw. herausgedrängt worden, könntest du jetzt nicht erkennen, wer du tatsächlich bist.

Das Ego ist also überhaupt nichts Schlechtes. Es gehört zum Spiel mit dazu und du musst es nicht loswerden. Es reicht, wenn du erkennst, dass es eine Programmierung ist, die mit dem Leben dahinter nichts zu tun hat.

Dein Ego ist nichts Böses. Es ist einfach nur deine Abspaltung von dir selbst. Deine Abspaltung vom puren Leben.

Allerdings wendet dein Ego einen Trick an, den du erkennen darfst:

Es prophezeit dir die Hölle auf Erden, wenn du es nicht mehr beachtest.

Und es prophezeit dir einen beschwerlichen Weg, wenn du auch das Ego der anderen nicht mehr beachtest.

Das ist das Einzige, was es zu erkennen gilt:

Die größte Katastrophe liegt bereits hinter dir.

Die Gehirnwäsche liegt bereits hinter dir.

Es gibt keine Spaltung, außer die imaginäre Spaltung deines Verstandes.

Du kannst es überall beobachten:

Wir sind immense Schauspieler. Wir schauspielern uns gegenseitig die Hucke voll. Es beginnt bei familiären Anlässen, geht bei gesellschaftlichen Anlässen weiter und hört beim Flirten und Vorstellungsgesprächen noch lange nicht auf.

Wir versuchen uns von unserer besten Seite zu zeigen, obwohl wir die selbst noch gar nicht kennen. Unser spaltender Verstand hat es bisher gar nicht zugelassen, dass wir uns auf uns selbst einlassen. So wie wir wirklich sind.

Du hast Angst vor Liebesentzug. Du hast Angst, verlassen zu werden. Du hast Angst, wie damals als kleines Kind, alleine dazustehen.

Zur Zeit deiner ersten Katastrophe war deine Angst berechtigt, weil dein Leben davon abhing. Heute ist dein Leben nicht mehr von deinen primären Bezugspersonen abhängig und die befürchteten “schlimmen Konsequenzen” treten in den seltensten Fällen ein.

Ja, es kann sein, dass du in dieser Übergangsphase “schwierig” bist – dir selbst und anderen gegenüber.

Ja, es ist möglich, dass du erst einmal alleine dastehst, wenn du dich traust, so zu sein, wie du wirklich bist. (Das ist für viele die größte Angst.)

Aber mit der Zeit wirst du immer klarer und du kannst unterscheiden, was du nur machen würdest, um anderen zu gefallen und was du wirklich machen willst.

Für manche bedeutet das, dass sie sich ein paar Monate oder Jahre zurückziehen. Andere gehen sofort mehr raus. Beides ist dein Aufblühen in deine wahre Größe.

Wenn dir klar wird, dass die größte Katastrophe in deinem Leben bereits stattgefunden hat, hast du nichts mehr zu befürchten und nichts mehr zu verlieren. Du musst es nur erkennen. Mehr ist nicht notwendig.

Du weißt, dass das Schlimmste bereits hinter dir ist.

Der Rest ist nur noch deine Rück-Entwicklung zu dir selbst.

Wenn du dabei Rücksicht auf andere nehmen willst, entferne dich einfach von ihnen und versuche sie nicht von dem zu überzeugen, was du machst.

Eines Tages werden sie dich verstehen … oder eben nicht.

Inspiriert? Teile deine Inspiration mit der Welt …

16 Kommentare, sei der nächste!

  1. Das war mal eine super Aufwachmedizin. Ich habe zweimal im Meditationszentrum gelernt, wie schlecht das Ego doch sei. Nachdem ich mich inzwischen von diesen radikalen Ansätzen etwas gelöst habe, hat es sich für mich genau richtig angefühlt, das EGO von heute an als Teil zu sehen, der zu mir gehört und nicht als etwas schlechtes, dass es auszulöschen gilt.

    DANKE!

    Hier das Zitat von dir:
    “Das Ego ist also überhaupt nichts Schlechtes. Es gehört zum Spiel mit dazu und du musst es nicht loswerden. Es reicht, wenn du erkennst, dass es eine Programmierung ist, die mit dem Leben dahinter nichts zu tun hat.”

  2. Hallo Stephan,

    Guter Text vielen Dank.
    Ja die Fragen: Wer bin ich? Warum bin ich hier? Was will ich? Diese Fragen lösen sehr viel aus. Habe das selber vor vielen Jahren erlebt als ich noch ganz frisch mami eines Sohnes war. Diese Fragen führten mich durch die größte Kriesen meines Lebens und halfen mir mich auf die höhe ein zu schwingen auf der ich nun mich befinde und mich immer weiter empor schwinge um immer besser zu Fühlen, wer ich den nun wirklich bin. Dank meinen Kindern, meine größten Lehrmeister durfte ich schon so vieles aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen, Schleier die gelüftet wurden und Kriesen die ich in Chancen verwandeln dürfte. Ich habe nun meine ganze Leidenschaft gefunden im Schreiben. Das Schreiben über meine Erfahrungen mit der bewussten Realitätsgestaltung, die Kraft unserer Gedanken in Verbindung mit meinem Mami sein von 3 Freilernenden Kindern. Mein Feuer der Inspiration. Als Antwort auf meine Fragen damals. Wer bin ich? Warum bin ich hier? Was will ich?

    Danke dir Stefan!

    Alles Liebe
    Denise

  3. Genial! Der Text trifft – bei mir – voll ins Schwarze, Stefan. Oder ins Goldene. 😀 Nach allem, was ich bisher so theoretisch weiß (gelesen & gehört habe) und intuitiv spüre, ist das, was du hier beschreibst, nahest möglich an “der Wahrheit” unseres Seins! Volltreffer. Verschiedene Stellen dieses Beitrags haben mich direkt an Erkenntnisse erinnert, die ich in letzter Zeit an anderen Stellen schon gewinnen durfte. Apropos erkennen: Z.B. das mit erst eins sein, und dann (durch das Ego) getrennt sein von sich, der Welt und den anderen, woher kennen wir das? Das kennen wir schon aus der biblischen Geschichte, der Metapher von der Vertreibung aus dem Paradies: “Und Adam erkannte sein Weib Eva…” Ich kann mich leider nicht erinnern, jemals einen Priester oder Pastor gehört zu haben, der das entsprechend interpretiert. (Sowieso ein Jammer, wie Wahrheit und Weisheiten der verschiedenen heiligen Schriften aufgrund der oberflächlichen bzw. politisch motivierten Lesart der Religionen verschütt gegangen sind) … Dann erinnert mich dein Text direkt auch an einen aktuellen Autor mit schamanischem Hintergrund, der davon schreibt, dass wir in einem falschen Traum leben… Lauter Ideen auch für weitere Artikel/Erörterungen… Und deine Beschreibung, was das gesellschaftlich mit uns macht, dieser Erkenntnis- und Bewusstwerden-Prozess, was es heißt und impliziert “gesellschaftliches Selbstbewusstsein” zu entwickeln… Einfach klasse. 🙂

  4. Ein total schöner und extrem entspannender Gedanke, dass die größte Katastrophe schon hinter uns liegt. Fühlt sich so entspannend und friedlich an, dass es sicher stimmt..
    Danke für diesen neuen Blickwinkel, Stefan!

  5. Ich denke immer, dass die letzte Aufwachmedizin genial war, aber sie wird einfach von Mal zu Mal besser. Du sprichst das aus, was mir irgendwie bisher nur so halb bewusst und ich denke und hoffe, dass es vielen Menschen genauso geht wie mir.
    Danke, danke, danke.

    1. Ganz genau und zu 1000%. Das denke ich mir auch immer wieder. Das gibt´s ja gar nicht. Dieser Text liest sich genial und mein Herz fängt an zu springen. Dann kommt die Nächste und es springt höher, und die Nächste und es springt weiter, und immer wieder weiter – achja, ich komme in eine andere Schwingung – in diesem Augenblick hab ich´s gecheckt. YES und auch von mir ein herzensliebes Danke.

  6. Ja, frei-lieben war schon immer besser als weg-hassen. Das geht nämlich nicht! 😉

    Ich liebe Deine dir eigene Art zu denken.
    Ist mir bisher einmalig – bei Dir – über den Weg gelaufen!
    Regt an – und ist unheimlich gut und wichtig. Finde ich!

  7. Ich habe von Dir kürzlich von einem Bekannten erfahren und bin froh darüber. Gibt es irgendwo noch einen Text in dem du konkret auf das Ego eingehst? Auch würde mich sehr interessieren wie ein Retreat bei dir so „ läuft“. Erforschst du mit 2 Stühlen in einem Satsang? Dankeschön 😊LG Conny

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.