Erschließe deine Quelle und die Pipelines ergeben sich von selbst.

Ich dachte 30 Jahre meines Lebens, dass ich mich um den Bau meiner Pipelines kümmern muss.

Also habe ich mich mit Marketing beschäftigt.

Ich wollte alle Tricks lernen, wie ich es schaffen kann, dass die Menschen zu meiner Quelle kommen.

Ich wollte sie locken – mit Versprechen. Mit wahren Versprechen und mit halbwahren und mit geschummelten Versprechen.

Gott, dem Leben und den Menschen sei dank, bin ich damit immer wieder auf der Schnauze gelandet. Obwohl das eine harte Phase für mich war und obwohl die Menschen, die mich auf der Schnauze landen ließen, auch nicht gerade in der höchsten Schwingung waren, war es gut für mich.

Erst als ich vor 10 Jahren angefangen habe, meine Quelle zu erschließen und mich auf den Weg zurück zu mir gemacht habe, realisierte ich schrittweise, wie es tatsächlich funktioniert:

Erst kommt nichts zurück. Absolut nichts. Rein gar nichts … weil ich immer noch eine Strategie verfolge, weil ich immer noch etwas erreichen will, was scheinbar außerhalb von mir ist.

Erst, wenn ich bedingungslos gebe, weil ich keine Ziele mehr habe, weil nichts mehr außerhalb von mir stattfindet, dann kommt alles zurück.

Millionenfach.

Viele Menschen haben mich früher gefragt:

„Stefan, wann bekommst du endlich deine PS auf die Straße?“

Ich habe damals den Fehler gemacht, dass ich dachte, sie haben Recht und ich müsste dringend an dem Gefährt bauen (und die Pipeline für meine Tankstelle legen), das die PS auf die Straße bringt.

Stattdessen war es mein Job, erst einmal herauszufinden, wieviele PS ich tatsächlich habe.

Das ist bis heute ein krasser Weg, denn ich habe so viel mehr PS, als ich mir selbst eingestehe. So viel mehr Kreativität, so viel mehr Genialität und so viel mehr Liebe, als ich es selbst sehen kann.

Ich vermute es und ich ahne es. Verstehen werde ich es aber nie. Vielleicht werde ich es eines Tages vollkommen fühlen können. Einen kleinen Vorgeschmack hatte ich bereits.

Das letzte Mal, dass ich eine vor den Bug bekommen habe, war übrigens erst im Januar. Ich wollte für mein Intensiv-Retreat am Gardasee ein Partnerprogramm aufbauen.

Pia war stinkesauer auf mich und hat sich über meine „Anwaltsmail“ beschwert. Ihre Wut war aber gar nicht entscheidend. Viel entscheidender für mich war ihr Satz:

„Stefan, das hast du doch gar nicht nötig!“

Da ist mir nämlich kurz meine innere Kinnlade heruntergeklappt und irgendetwas kam tiefer in mir an, als wenn mir jemand sagt: „Du bist toll!“

Ich war nämlich der Meinung, dass es voll wichtig ist, meine Pipeline zu vergrößern.

Tatsächlich konnte ich aber den gesamten Wandel, der sich momentan in meinem Leben vollzieht, überhaupt nicht durch „Pipelinebau“ herbeiführen.

Der gesamte Wandel beruht ausschließlich auf dem Erschließen meiner Quelle und meiner Sturheit dabei und meiner Konsequenz, den inneren und äußeren Kritikern den Rücken zu kehren:

Kritiker, die sich über mein Video aufgeregt haben, bei dem ich „larmoyant“ in die Kamera schauen würde.

(Ja, das Video auf Facebook, das mittlerweile über 9.000 Abrufe, 176 „Gefällt mir“ und über 130 liebevolle Kommentare hat.)

Kritiker, die mir gesagt haben, dass hier mein Ego schreibt.

(Hey, ihr lieben Kritiker, wenn das hier gerade mein Ego ist, das schreibt, dann liebe ich es!)

Kritiker, die mit mir diskutieren wollten und nicht verstanden haben, dass es nichts zu diskutieren gibt.

Nichts von dem, was jetzt geschieht, hätte ich jemals planen können.

Jemand wie Pia ist in ihrer symbiotischen Perfektion nicht über eine Stellenanzeige zu finden.

Die ergänzende Kongenialität von Elsa und Florian ist nicht zu manifestieren.

Maschas Liebe zum Detail und einen einfühlsamen Blogdesigner wie Jakob findet man nicht durch eine Ausschreibung.

Die Veränderung musste in mir stattfinden, damit sie scheinbar außen sichtbar werden kann.

Ich wiederhole mich liebend gerne:

Wir spielen hier das größte vorstellbare Spiel!

Es geht darum, zu erkennen, wer wir wirklich sind:

Göttinnen und Götter in purer Liebe.

Mächtige, unendlich kraftvolle Liebe jenseits des Vorstellbaren – nicht theoretisch, sondern ganz praktisch.

Falls du mir nicht glaubst oder das für utopisch hältst und skeptisch bist:

Wie fühlt es sich an, wenn du zu dir selbst sagst:

„Ich bin klein und unbedeutend und ich kann nichts zu dieser Welt beitragen.“

Und wie fühlt es sich an, wenn ich zu dir sage:

„Du bist eine unendlich liebevolle und mächtige Schöpferin. Du bist hier um deine Quelle zu erschließen, damit andere für dich die Pipelines legen können.“

Inspiriert? Teile deine Inspiration mit der Welt …

18 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebster Stefan
    Danke für deine Worte, die ganz tief reingehen. Erkenne mich sowas von selbst da drin. Keine Ahnung wie viele Pipelines ich schon gelegt hab, die trocken rumliegen…aus lauter Angst irgendwelche Erwartungen oder sonstwas zu erfüllen. Dabei erleb ich immer wieder wie unendlich viel da sprudelt wenn die Quelle fliessen darf. In Liebe Gabriela

  2. Oha – erwischt!
    Beim Pipeline-Legen.

    „Erst, wenn ich bedingungslos gebe, weil ich keine Ziele mehr habe, weil nichts mehr außerhalb von mir stattfindet, dann kommt alles zurück.“

    Das Zermalmende ist:
    EIN Teil in mir WEISS hundertprozentig, dass das stimmt.
    Und ein Haufen anderer Teile will Pipelines legen.
    Will Ziele haben und sie verfolgen.

    Ä T Z E N D ist das !!!

    Nein, so ist es nicht, so fühlt es sich an.

    Ich geh duschen…

    1. lieber Robert………mach ich auch immer….mit dem Wasser fliessen…herrlich…die Heilkraft des Wassers ist groß…..danke für deine ehrliche mail…..anny

  3. DANKE!!! Ich möchte dir zum wiederholten Male sagen, wie glücklich ich bin dich und deine Worte gefunden zu haben. Sie berühren immer mein Herz und geben mir Mut, da ich das Gefühl habe festzustecken und meinen Weg nicht zu finden. Trotzdem Danke lieber Stefan.

  4. Lieber Stefan!

    Mitten ins Herz gehen mir Deine Zeilen! Heut sag ich Dir ‚Ich liebe Dich‘!
    Deine Art ’schamlos‘ authentisch zu sein steckt mich an und inspiriert mich maßlos!

    Danke !!

  5. Hallo Stefan,

    DANKE und immer wieder DANKE an DICH. Es ist immer wieder inspirierend das zu lesen, was tief aus deinem innersten kommt.

    Deine treue Aufwachmedizinleserin.

    Sylvia

  6. Danke Stefan für die klaren, deutlichen Worte, die sich nicht an Konventionen hält.

    Ja, das mit den Pipelines kenne ich auch. Ich habe mich vor ein paar Jahren mit meinem Herzensthema selbständig gemacht und trotzdem habe ich meine PS nicht auf die Straße gebracht. Ich habe immer noch nach den Mechanismen agiert, die ich früher im Wirtschaftsleben gelernt und angewandt habe. Ich habe immer noch mit meinem verbogenen Selbst gehandelt und das konnte nicht funktionieren.

    Obwohl meine finanzielle Lage derzeit prekär ist, habe ich alle Aktivitäten gestoppt und verbringe ganz viel Zeit mit mir. -Die Konferenz von Ben und Johanna und besonders auch das Interview mit Dir haben mich sehr dazu motiviert. Heute habe ich einen langen Spaziergang gemacht und als ich mich wieder ertappt hatte, zu planen und was tun zu müssen, habe ich mich wieder auf den Blick in die Natur und den Himmel konzentriert. Es war herrlich! Ich hatte immer Angst vor der Stille, vor dem Alleinsein und jetzt fange ich es an, zu genießen.

    Ich freue mich darauf, was noch kommt!

    Herzliche Grüße,

    Marion

  7. Lieber Stefan,

    Ich kann im Moment „nur“ Danke sagen. Es gibt sonst nichts zu sagen und gäbe doch so viel, … Ich muss mich erst einmal „sortieren“ – fühle mich irgendwie innerlich hin und her gerissen – es geht gerade so viel ab in mir (und vermutlich deshalb auch da draußen). Danke jedenfalls, dass du deinen Weg mit uns teilst.

    In lieber Verbundenheit, Stefan

  8. Hallo Stefan,

    vorerst möchte nur erwähnen, dass diese Sprache nicht meine Muttersprache ist, also können evt. Fehler vorkommen.
    Ich bin auf der Suche nach mir. Und ich konnte schon vieles über mich erfahren. Ich bin zwar ein Gefühlsmensch, aber gleichzeitig ein Kopfmensch, der oft zwischen Kopf und Gefühlen hin und her gerissen ist. Weil die beiden Seiten einfach zu mir gehören. Ich kann meditieren und gleichzeitig brauche ich aber Herausforderungen die mich nach vorne treiben.
    Deine Worte haben den Weg zu mir gefunden, dafür bin ich echt dankbar. Und ich habe endlich in diese große Esoterische Welt auch jemanden gefunden der sehr ähnlich denkt. Aber deine Theorien haben gerade ernorme Auswirkung auf mich. Ich weiß, daß ich zwar kurz vorm Ziel meine Suchreise bin, aber deine Worte muss ich erst verdauen und richtig unter die Haut ziehen lassen, bevor ich euphorisch sagen wurde, dass war das letzte Teil von meinem Puzzle, die Suche ist beendet. Ich bin angekommen, ich hab mich wieder gefunden.

    Deshalb sage ich vorerst vielen lieben Dank, dass es Dich gibt, und das du genau der Mensch bist, der mir gerade in diesem Moment über mein Weg laufen sollte. Deine Worte war das Licht, dass ich jetzt bräuchte. Echt Klasse.

    Ich melde mich dann, wenn ich es alles richtig realisiert habe um zu sehen, ob es tatsächlich stimmt, oder ich vielleicht nur geträumt habe.

    Schöne Grüße aus dem Bodensee

    Maci Ka

  9. Lieber Stefan. Danke dafür. 🙂

    Im Rahmen meines neuen Blogging- und bald auch Videopodcast-Projektes „Zendezeiten“ habe ich auch mein altes Reimen-Faible wieder entdeckt – und dieses Gedicht passend zu deinem Beitrag hier verfasst:
    http://zendezeiten.de/die-innere-quelle/

    Hat Spaß gemacht! Ich glaube, als nächstes kommt z.B. das Intuition-Thema dran …

    Viele Grüße,

    Michael

  10. Genau der richtige Artikel zur richtigen Zeit. So ist das, wenn man seiner Intuition bzw. Quelle (in deinen Worten) folgt.
    LIebe Grüße (noch einmal), der Kevin aus Cottbus

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